Suche Sitemap Kontakt Home
Über uns Verbrauchertipps Fachinformation Aktuelles Spenden
   PROVIEH
Ziele
Wirkungsbereiche
Satzung
Mitglied werden
Geschenk- Mitgliedschaft
Vorstand
Beschäftigte
Jobs & Praktika
Regionalgruppen
Kontakt
   Rund ums Tier
Aktuelles
AK Tierseuchen
   Büro Brüssel
Aktuelles
   Aktionen
Kampagne gegen Ferkelkastration
Bürgerinitiativen
Gegen das Schächten
Widerstand gegen Schweineelend!
Hennen in Not!
Transparenz- initiative
Verbandsklage
We feed the world
Kein Qualkaninchen im Handel
   Termine
Mehr
   Shop, e-Cards
Artikel-Shop
Info-Shop
e-Cards
   Kooperationen
ABL
Agrarbündnis
Bioland (Biotiere)
Tierzuchtfonds
   Medien-Tipps
TV-Tipps
Radio-Tipps
   Links
Mehr

Mehr Geld für Forschung zur Ebermast

02.12.2009, Der jüngste Beschluss der Gesellschafterversammlung von QS, Forschungsprojekte zur Erkennung von Ebergeruch am Schlachtband und zur sensorischen Bewertung von Fleisch finanziell zu unterstützen, ist ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung Kastrationsverzicht. PROVIEH begrüßt es, dass damit die Umstellung auf die Mast unkastrierter männlicher Schweine (Ebermast) in Deutschland weiter zügig vorangetrieben werden kann. Mehr...









Mythen der Ferkelkastration auf dem Prüfstand

In 15 Monaten Kampagnenarbeit haben wir für Sie die gängigsten Fehlinformationen über die Ebermast bzw. die Auswirkungen der Abschaffung der Ferkelkastration zusammengetragen.

Zur Übersicht kommen Sie hier.

20.10.2009 - Sabine Ohm, Europareferentin


Auch diesen Bürschchen will PROVIEH in Zukunft nicht nur den Schmerz, sondern die Kastration an sich ersparen.




Kastratenfleisch? Nein Danke!

Gegner unserer Kampagne versuchen, hinter den Kulissen die Fortschritte bei der Abschaffung der Ferkelkastration zu torpedieren und die flächendeckende Einführung der Ebermast in Deutschland zu verhindern oder zumindest auf unbestimmte Zeit zu verzögern. PROVIEH hält dagegen.



Quertreibereien Ewiggestriger, die die betäubungslose Ferkelkastration am liebsten einfach beibehalten würden, ließen uns in den letzten Wochen keine Wahl. Sie erklärten auf Veranstaltungen und bei den Bauern landauf, landab die Diskussion um die Ferkelkastration entweder für tot oder verängstigten die Zuhörer mit erfundenen "Stinker"-Horrorszenarien der angeblich überstürzt eingeführten Ebermast.

Das neueste Schreckgespenst ist nun die angebliche Marktspaltung in Fleisch von weiblichen und männlichen Tieren – eine weitere Nebelkerze der Bremserriege. In der gegenwärtigen Übergangszeit müssen ausreichend viele Eber gemästet werden, um zur Identifikation und Verarbeitung geruchsauffälliger Tiere genügend wissenschaftliche und praktische Erfahrungen sammeln zu können. Wenn einige Lebensmitteleinzel-handelsunternehmen in dieser Umstellungsphase ausschließlich weibliche Schweine im Frischfleischsegment beziehen wollen, so dient dies vor allem der Qualitätssicherung. Die Verarbeiter können ohne Reklamationsgefahr parallel letzte Fragen der Ebermast klären, während in der Öffentlichkeit das klare Signal des Ausstiegs aus Kastratenfleisch ankommt. Dies führt nicht zu einer Marktspaltung, sondern beschleunigt die Umstellungsbemühungen auf Erzeugerseite. Eine Marktspaltung wäre einzig zu befürchten, wenn das Fleisch unkastrierter männlicher Schweine weiterhin von einzelnen Vertretern der Branche als "minderwertig" diffamiert würde. Eberfleisch ist aber nachweislich besser in der Qualität als Börgefleisch.

PROVIEH lässt nicht zu, dass der in den letzten Monaten zunehmend an Fahrt gewinnenden Dynamik in der Forschung wie auch beim Umstieg auf Ebermast seitens der Erzeuger durch diese „Stänkerei“ der Wind aus den Segeln genommen wird. Eine neue Kampagnenwelle wird ab dem 7. Oktober quer durch Deutschland rollen, der Lebensmitteleinzelhandel ist bereits gewarnt.

Mitte Juli dieses Jahres hatten wir schon eine sehr erfolgreiche Kampagne für den Ausstieg der Fastfoodketten McDonald’s und Burger King aus den Kastratenburgern geführt. Dank der von unseren Aktiven und Freunden von PROVIEH durchgeführten Brief- und Postkartenverteilaktion in und vor Filialen der Burgerbräter von München bis Flensburg, von Frankfurt/Oder bis Köln, gaben beide Ketten ihren Ausstieg am 29. Juli bis allerspätestens 2011 bekannt.

Nun sind die Supermärkte an der Reihe. Auch sie können sich heute schon auf ein machbares Ausstiegsdatum wie Ende 2011 festlegen. Damit würde den Erzeugern sowie den Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben ein eindeutiges Signal gesendet, dass es keinen Sinn hat, weiter auf die Bremse zu treten. Volle Kraft voraus in Forschung und Entwicklung ist gefragt. Nur so können die letzten notwendigen Fortschritte für eine gelungene völlige Umstellung auf Ebermast in Deutschland erzielt werden. So kann den über 20 Millionen männlichen Ferkeln jährlich das unsägliche Leid der betäubungslosen Kastration erspart werden. Denn die von QS im April 2009 eingeführte sog. „Kastration mit Schmerzbehandlung“ ist Augenwischerei. Die Schmerzmittel werden in einem Arbeitsgang mit der Kastration verabreicht, wirken aber nicht sofort. Deshalb lindern sie nur den post-operativen Schmerz und hemmen zudem Entzündungen – wohl auch deshalb war ihre Einführung gar nicht schwer, bringt sie doch ökonomische Vorteile.

PROVIEH lässt sich nicht auf unbestimmte Zeit vertrösten und mit halbherzigen Erklärungen abspeisen. Die Verbraucher wollen keine Tierquälerei. Der Sektor hat sich lange genug um eine Lösung herumgedrückt (die Diskussion flammte schon in den 70er Jahren auf und wurde seither noch zweimal erfolgreich unterdrückt!). Es ist Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen!

Sie wollen helfen? Machen Sie mit!



05.10.2009 - Sabine Ohm, Europareferentin




Kastratenburger? Schluss damit!


Ferkeln ohne Betäubung die Hoden abschneiden - das tut weh und ist nicht lecker.
In den Niederlanden haben Burger King und McDonald's schon seit Januar 2007 kein Kastratenfleisch mehr im Programm. In Deutschland brauchen sie offenbar etwas mehr Feuer unter dem Grill.

Warum auch nicht?
Wir drehen gerne etwas heißer! mehr...

Zu den Sendeterminen und den Kommentaren zur Kampagne von PROVIEH.




Endlich eingelenkt? Nach 8 Monaten intensiver Kampagnenarbeit von PROVIEH unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium nun mit Forschungsgeldern die Abschaffung der Ferkelkastration

Nachdem Regierungsvertreter noch im Januar 2008 selbst gegenüber der Fachpresse behaupteten, es gäbe mittelfristig keine Alternative zur derzeit praktizierten betäubungslosen Ferkelkastration, springt die Regierung nun auf den bereits in voller Fahrt befindlichen Zug in Richtung "Abschaffung der Ferkelkastration" auf.

In einer Pressemitteilung vom 2. April 2009 erklärte Staatssekretär Lindemann, dass nunmehr Projekte gefördert würden, die tierschutzgerechte Alternativen zur Ferkelkastration entwickeln. In unserem aktualisierten Faktenblatt zur Ferkelkastration können Sie nachlesen, welche Alternativen es schon lange in vielen Ländern gibt und welche Hürden auf dem Weg zur Abschaffung der Ferkelkastration in Deutschland und anderen europäischen Ländern bereits genommen wurden bzw. noch zu bewältigen sind.



08.04.2009 - Sabine Ohm, Europareferentin




11. März 2009: QS erklärt Abschaffung der Ferkelkastration zum verbindlichen Ziel

Inzwischen wird nicht mehr über verschiedene Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration diskutiert, sondern nur noch über das Wie der Abschaffung.

Den vom deutschen Fleischqualitätssicherungssystem QS organisierten Workshop in Kassel am 9. März eröffnete Geschäftsführer Dr. Nienhoff mit der unzweideutigen Ansage, die Zusammenkunft sei keineswegs ein Forum, um die verschiedenen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu diskutieren. Vielmehr solle es dazu dienen, den Stand der verschiedenen Forschungsansätze und begleitende Maßnahmen zur Abschaffung - dem erklärten Ziel aller wichtigen Akteure im Sektor - zu beleuchten. Geladen waren über 120 Vertreter aus dem In- und Ausland, denn die Abschaffung wird inzwischen auch in unseren europäischen Nachbarländern immer häufiger und intensiver diskutiert. Nachdem die Niederlande ab diesem Jahr als Zwischenschritt die Kastration unter Betäubung (mit CO2) eingeführt und die Abschaffung bis 2015 vorgesehen haben, kommt auch im wichtigen Erzeugerland Dänemark wieder Schwung in die Debatte. Norwegen musste die für dieses Jahr vorgesehene Abschaffung der Ferkelkastration mangels geeigneter Erkennungsverfahren von manchmal vorkommenden geruchsbelasteten männlichen Schweinen (mehr Informationen dazu in unserem Faktenblatt) verschieben.

Bei den deutschen Fraunhoferinstituten ist man nun durch neue Forschungswege dem Ziel schon näher: Der vortragende Projektleiter Dr. Bücking ist zuversichtlich, dass spätestens innerhalb von zwei Jahren eine serienreife „elektronische Nase“ hergestellt werden kann, die im Schlachthaus geruchsbelastete Tiere aussortieren kann. Um die unkastrierten Schweine gewinnbringend mästen zu können, sind einige Anpassungen in der Fütterung und Haltung der Tiere nötig, die während des Workshops beleuchtet wurden, wobei für einige Aspekte noch keine handfesten wissenschaftlichen Studien vorliegen. Fütterungsversuche laufen aber bereits seit einigen Jahren im In- und Ausland und es zeichnet sich ab, dass unkastrierte Tiere erstens weniger Futter brauchen, selbiges zweitens auch noch besser verwerten und drittens weniger Fett und mehr Muskelfleisch (im Schnitt 3% mehr) aufweisen. Züchterische Bemühungen (durch Rassenkreuzungen, genetische Selektion etc) zur weiteren Senkung des Anteils von Tieren mit Ebergeruchsbildung sind ebenfalls erfolgsversprechend und als begleitende Maßnahmen begrüßenswert.

Im direkten Vergleich zwischen Kastraten und unkastrierten Tieren ist im übrigen festzustellen, dass die unkastrierten Schweine sich mehr bewegen und lebhafter sind – ein Zeichen für gute Gesundheit und Wohlbefinden. Auch die von Befürwortern der Kastration häufig vorgebrachte These von angeblich höherer Aggressivität und vermehrtem Bespringen durch die geschlechtliche Entwicklung der unkastrierten Tiere ist bei vernünftigen Haltungsbedingungen (ausreichend Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten) selbst in gemischten Gruppen mit männlichen und weiblichen Tieren nicht zu belegen.

Die steigende Zahl von deutschen Landwirten, die sich nun schon der Ebermast widmen, zeigt nicht nur die Erleichterung darüber, dass diese für alle Beteiligten höchst unangenehme Praxis der betäubungslosen Kastration nur allzu gerne umgangen wird, sondern auch, dass sich dies durchaus auch rechnet. Kleinere Schweinemäster und Schlachtbetriebe werden nicht benachteiligt.

Die Kastration unter Isofluran-Betäubung - beim Erzeugerverband NEULAND bereits seit Mai 2008 verbindlich vorgeschieben - soll nun auch vom Öko-Anbauverband BIOLAND eingeführt werden. Sie stellt eine Zwischenlösung dar, bis letztlich ganz auf die Kastration verzichtet werden kann. Warum sie nicht auch als langfristige Alternative sinnvoll ist, zeigt der kritische Blick auf ihre Nachteile:

Isofluran ist nämlich leberschädigend und wird deshalb bereits in der Humanmedizin (Krankenhäusern) schrittweise als Narkosemittel abgeschafft (da ja doch immer etwas entweichen kann). Zudem ist Isofluran höchst klimaschädlich, so dass das nicht inhalierte und über Spezialvorrichtungen abgesaugte Gas als Sondermüll entsorgt werden muss. Diese Methode ist insgesamt gesehen sehr teuer: Die Apparatur kostet 9.000 Euro, und die Betäubung darf in Deutschland nur von einem Tierarzt, nicht dem Landwirt selbst vorgenommen werden. Die reinen Verfahrenskosten wurden von Neuland auf 4 bis 8 Euro pro Schwein beziffert - das ist langfristig viel (rausgeschmissenes) Geld, das an anderer Stelle sicher besser eingesetzt werden kann. Und das gängige Argument, bei Ebermast müssten die Schweine mit einem geringeren Schlachtgewicht geschlachtet werden und daher bei gleicher Fleischmenge mehr Tiere sterben, ist falsch. Richtig ist, dass unkastrierte männliche Tiere mit den neuen Fütterungstechniken bereits auf 120 kg (also über 90kg Schlachtkörpergewicht) gemästet werden können, ohne dass es zu Geruchsauffälligkeiten kommt. Die Fleischqualität ist höher und den unkastrierten Tieren geht es besser als den Kastraten – wozu also weiter kastrieren?

Deshalb wird sich PROVIEH weiter wie bisher mit allen Mitteln für die fortschreitende Abschaffung der Ferkelkastration in Deutschland und der EU einsetzen.



11.03.2009 - Sabine Ohm, Europareferentin




Ende der Ferkelkastration greifbar - Wieviel ist das der Branche wert?

Kiel, 24.02.2009
Für den endgültigen Verzicht auf die schmerzhafte Kastration von Ferkeln ist eine technische Lösung in Aussicht: Eine "elektronische Nase made in Germany". Mit ihr soll am Schlachtband stark riechendes Fleisch erkannt werden, um es einer geeigneten Verwertung zuzuführen. Gemeinschaftliche Entwicklungskosten für die Branche: 500.000 €. Bei insgesamt 54.600.000 geschlachteten Schweinen alleine im Jahr 2008 sollte eine wirtschaftliche Umlage dieser Kosten doch möglich sein.

Wer will da noch weiter kastrieren?


Dr. Mark Bücking vom Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie ist zuversichtlich: Ein Schnelltest zur Erkennung von Ebergeruch kann in nur zwei Jahren bis zur Marktreife entwickelt werden. Die wichtigsten Bausteine für ein gassensorisches Prüfsystem sind fertig und erprobt. Sie können nun für den Praxiseinsatz kombiniert werden. Kostenpunkt ca. 500.000 €. Knackpunkt dabei: Das Analysegerät muss erst vom Menschen lernen, welches Geruchsmuster unangenehm ist. Nur auf Basis solcher Daten kann das Fleisch am Schlachthof zuverlässig für Braten und Schnitzel oder alternativ zur Rohwarenproduktion freigegeben werden.

Der unangenehme Eigengeruch ("Ebergeruch") mancher unkastrierter Schweine wird erst beim Erhitzen des Fleisches frei. Da auch Sauen diesen Geruch entwickeln können, ist eine zuverlässige technische Geruchserkennung am Schlachtband ohnehin ein höchst sinnvoller Ersatz für die bereits üblichen Kochproben. Einmal verfügbar, macht die eletronische Nase die qualvolle Kastration endgültig überflüssig.

PROVIEHs Forderung nach einer gemeinschaftlichen Lösung der Branche ist wirtschaftlich machbar. Alleine im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 54.600.000 Schweine geschlachtet. Würden auch nur die wichtigsten Schlachtbetriebe und die größten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels sich anteilig an der Entwicklung der elektronischen Nase beteiligen, so käme die erforderliche Summe spielend zusammen.

Tierschützer und Verbraucher sind sich einig: Weniger als 1 Cent pro Schwein sollte ein Ende der tierquälerischen Kastrationspraxis der Branche und den Kunden doch wert sein!


Warum kastriert man Ferkel überhaupt?

Die Fakten zum Wie und Warum der Ferkelkastration finden Sie in unserem Faktenblatt.


Abschaffung der Ferkelkastration rückt näher – Schmerzmittelgabe nach Eingriff nur ein erster Schritt

Kiel, 30.01.2009
PROVIEH – VgtM e.V. begrüßt die Entscheidung der QS Qualität und Sicherheit GmbH, ab dem 01.04.2009 im QS-Audit eine Schmerzbehandlung nach der Kastration von Ferkeln verbindlich vorzuschreiben. Damit sei die Branche einen kleinen Schritt zum vollständigen Verzicht auf die Ferkelkastration voran gekommen, so Prof. Dr. Sievert Lorenzen, Vorsitzender von PROVIEH. "Das Entfernen der Hoden ohne Betäubung ist für die Ferkel eine Qual, die durch Schmerzmittel bestenfalls gelindert werden kann. Wir begrüßen es daher sehr, dass endlich als gemeinsames Ziel aller Wirtschaftsbeteiligten erklärt wurde, in der Schweineproduktion zukünftig auf die Ferkelkastration vollständig zu verzichten."

PROVIEH setzt sich schon seit Mitte 2008 massiv im Rahmen einer gezielten Kampagne bei Fleischerzeugern, Handelsketten und Schweinehaltern dafür ein, zur Verbesserung des Wohlergehens von Schweinen auf die Mast unkastrierter Tiere umzustellen. "Unsere Verhandlungen zeigen, dass immer mehr Markteilnehmer den Schutz von Nutztieren ernster nehmen als zuvor. Offenbar wächst der Respekt vor dem Willen der Verbraucher, Qualität statt Quälerei angeboten zu bekommen.", bewertet Prof. Lorenzen die Ergebnisse der laufenden Kampagne. "Wir erwarten nun einen verbindlichen Zeitplan für den Ausstieg und eine rege Beteiligung der Branche an der Entwicklung einer gemeinschaftlichen Lösung."




"Betäubungslose Kastration von Ferkeln beenden – Alternativen fördern"

Berlin, 15.10.2008, Deutscher Bundestag, den Antrag der Abgeordneten Ulrike Höfken, Undine Kurth, Cornelia Behm, Bärbel Höhn, Renate Künast, Fritz Kuhn und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN finden Sie hier.




Betäubungslos Kastrieren? Wer macht denn sowas!

Die Antwort ist leider: Fast alle Schweinezüchter Deutschlands. Lediglich ein deutscher Erzeugerverband hat sich entschlossen, auf diese barbarische Praxis zu verzichten.

Andere Länder sind Deutschland weit voraus: In Australien und Neuseeland gibt es seit zehn Jahren eine unblutige Alternative, und auch Länder wie Großbritannien, Norwegen und die Schweiz verzichten auf die betäubungslose Kastration.

Mittlerweile haben sich zwar der Deutsche Bauernverband (DBV), der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am 29.09.2008 in einer gemeinsamen Erklärung dazu durchgerungen, "die Entwicklung eines alternativen Verfahrens zur traditionellen Kastrationsmethode, das in Deutschland flächendeckend angewendet werden kann, zu beschleunigen". Einen verbindlichen Zeitplan dafür bleiben sie aber schuldig.

Auch die von DBV, VDF und HDE bis auf weiteres vorgeschlagene Behandlung der Ferkel mit schmerzstillenden Mitteln bei der Kastration erscheint PROVIEH unzureichend und in der Praxis kaum zu kontrollieren. Sie kann das Problem bestenfalls lindern, aber nicht lösen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass auch die Kastration unter Betäubung und Schmerzbehandlung für die Ferkel noch mehrere Tage nach dem Eingriff mit erheblichen Schmerzen und Stress verbunden bleibt. Dagegen hat die Mast unkastrierter männlicher Schweine („Jungebermast“) sogar Vorteile gegenüber der Kastratenmast. PROVIEH fordert daher, einen entscheidenden Schritt weiter zu gehen, die Kastration als überflüssig anzuerkennen und ganz abzuschaffen.

PROVIEH und seine niederländische Partnerorganisation Wakker Dier finden: Es reicht jetzt auch in Deutschland!
Mehr zur gemeinsamen Kampagne lesen Sie hier.




Und wo bekomme ich Fleisch von "glücklichen" Schweinen?

Der NEULAND-Verband kastriert seine Ferkel ab sofort mit Betäubung und anschließender Schmerzbehandlung, mehr... .




Hat das Fernsehen schon über diesen Skandal berichtet?

Ja, unlängst haben zum Beispiel der Hessische Rundfunk und TierTV das Thema Betäubungslose Kastration behandelt. Zu den Videos der Sendungen kommen Sie hier.




Ferkelprotest

Der Deutsche Tierschutzbund hat eine Unterschriftensammlung gegen die betäubungslose Kastration gestartet. Hier können Sie mitmachen.




  Impressum · Seitenanfang
   
PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.
Küterstraße 7-9 | 24103 Kiel | Tel. 0431. 2 48 28-0 | Fax 0431. 2 48 28-29
Büro Brüssel: 68, Avenue Michel-Ange | B - 1000 Brüssel | Tel. 0032. 2. 739 62 67