Tierschutzland Deutschland? Wenn Wirtschaftlichkeit über ethische Vernunft siegt 


Pressemitteilung

13.06.2019: Jährlich werden um die 45 Millionen männliche Bruderküken der Legehennen direkt nach dem Schlupf getötet. Diese Praxis wird damit begründet, dass es unwirtschaftlich sei, die männlichen Tiere aufzuziehen und als Masthühner zu vermarkten. Das Fleisch fände beim Verbraucher keinen Absatz.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beurteilt diese Sachlage ähnlich und gibt der Wirtschaft am 13.06.2019 somit vorerst grünes Licht weiterhin das millionenfache Töten zu vollziehen.

„Das ist ein schwarzer Tag für den Tierschutz. Hier zeigt sich, wie schwach das Tierschutzgesetz tatsächlich ist und welchen geringen Stellenwert das Leben von Nutztieren hat“, sagt Stefanie Pöpken, Fachreferentin für Geflügel von PROVIEH e.V.. „Damit wurde ein Weg eingeschlagen, der allein die wirtschaftlichen Interessen berücksichtigt und die gesellschaftlich gewollten Veränderungen hin zu einer besseren Tierhaltung verhindert. Deutschland tritt aus Sicht des Tierschutzes auf der Stelle und ruht sich auf möglichen Alternativen aus.“

Für PROVIEH e.V., Deutschlands ältesten Fachverband für Nutztierschutz, steht fest: Der Einsatz des Zweinutzungshuhns muss klares Ziel in der Geflügelwirtschaft sein. Die Nutzung neuer Technologien wie Geschlechtsbestimmung im Ei darf nur als Zwischenlösung anerkannt und angewendet werden.

 


Ansprechpartnerin

Stefanie Pöpken
Fachreferentin für Geflügel
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Pressestelle PROVIEH

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