Dringend: Unterstützung für ein strenges Anti-Klon-Gesetz nötig!

03.09.2015: Das EU-Parlament stimmt am 8. September 2015 über den neuen EU-Gesetzesentwurf zum Klonen ab. Helfen Sie jetzt mit, das auch dank Lobbyarbeit von PROVIEH verbesserte Anti-Klon-Gesetz durch das Plenum zu bringen!

Das Klonen von Nutztieren ist nachweislich mit extrem hohen Missbildungs-, Missgeburts- und Todesraten verbunden. Missbildungen und Herzfehler, Imunsystemschwächen und Atemwegsprobleme gehören zu den häufigsten Problemen bei Klonen. Sie verursachen sehr viel völlig unnötiges Tierleid sowohl bei den Klonen als auch bei ihren Leihmüttern, zum Beispiel durch schwere Geburten und häufig erforderliche Kaiserschnitte.

Nur jedes siebte geklonte Kalb erblickt das Licht der Welt und nur jedes 16. Ferkel wird lebend geboren. Und von diesen sterben viele in den ersten Lebenswochen an den Folgeschäden durch das Klonen.

Die Verfechter von „höher, weiter, mehr“ bei Produktivität und ökonomischer Effizienz auf Kosten der Tiere nehmen dies rücksichtslos in Kauf.  Das hat einen Grund:  Klone werden hauptsächlich zur Gewinnung von „Reproduktionsmaterial“ wie Eizellen, Embryonen und Millionen Portionen Sperma genutzt. Deshalb lohnt es sich aus wirtschaftlicher Sicht, diese grausame und häufig tödliche Technik anzuwenden; denn das viele aus einem einzigen Klon gewonnene Reproduktionsmaterial kann teuer verkauft werden und wiegt die hohen Kosten beziehungsweise Verluste im Klonprozess ökonomisch mehr als wieder auf. Mit den Klonspermien werden dann zum Beispiel Kühe ganz „normal“, wie heute in der Rinderzucht üblich,  künstlich besamt, so dass Klonnachkommen auf „normalem Weg“ entstehen. Ein gutes Gesetz muss deshalb die gesamte Bandbreite von Klonen und Klonprodukten verbieten, inklusive das aus Klonen gewonnene Zuchtmaterial!

Zeit zu handeln!

Der politische Entscheidungsprozess in der EU darüber, wie streng die Klongesetzgebung in Europa künftig ausfällt, dauert schon bald zehn Jahre. PROVIEH und seine europäischen Partnerorganisationen haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit Erfolg gegen ein zu lasches Klongesetz eingesetzt (s.u.).

Aber die Lobby derer, die ein verwässertes Klongesetz wollen, ist sehr stark. Die EU-Kommission hatte deshalb zum zweiten Mal einen Gesetzestext vorgelegt, in dem nur das Klonen selbst in der EU verboten worden wäre, nicht aber der Import von Nachkommen und Reproduktionsmaterial. Dank vereinter Tierschutz-Lobbyarbeit wurden im zuständigen Parlamentsausschuss wichtige Änderungen eingebracht, so dass jetzt ein annehmbarer Gesetzestext vorliegt, in dem auch Klonnachkommen und Reproduktionsmaterial verboten werden.

Geben Sie den Tieren eine Stimme

Am 8. September 2015 stimmt nun das Plenum des EP über den geänderten Gesetzestext ab. Es ist sehr wichtig, dass alle 96 deutschen Europaabgeordneten für diesen Entwurf ohne weitere Änderungen oder Verwässerungen stimmen. Wenn der strenge Gesetzesentwurf eine große Mehrheit der Abgeordnetenstimmen bekommt, wird der Druck auf den EU-Ministerrat und die EU-Kommission hoffentlich groß genug, um die Moral endlich über Wirtschaftlichkeitserwägungen zu stellen.

Kopieren Sie einfach den angehängten E-Mailtext und fügen Sie die Liste mit den E-Mailadressen ein. Abschicken - Fertig.

Sabine Ohm

Information und weiterführende Quellen

PROVIEH Veröffentlichungen zum Klonen https://provieh.de/node/10288


 

E-Mailtext:

Betreffzeile: Bitte stimmen Sie für ein umfassendes Klonverbot am 8. September 2015

Sehr geehrtes Mitglied des Europäischen Parlaments,

am 8. September 2015 stimmt das Plenum über den neuen EU-Gesetzesentwurf zum Klonen von Nutztieren ab. Es liegt in Ihrer Hand, millionenfaches Leid durch Klonen zu verhindern

Denn das Klonen von Nutztieren ist nachweislich mit extrem hohen Missbildungs-, Missgeburts- und Todesraten verbunden. Herzfehler, Immunsystemschwächen und Atemwegsprobleme gehören zu den häufigsten Problemen beim Klonen. Sie verursachen sehr viel unnötiges Tierleid, sowohl bei den Klonen als auch bei ihren Leihmüttern, zum Beispiel durch schwere Geburten sowie häufig erforderliche Kaiserschnitte.

Nur jedes siebte geklonte Kalb erblickt das Licht der Welt und nur jedes 16. Ferkel wird lebend geboren. Und von diesen sterben viele weitere in den ersten Lebenswochen an den Folgeschäden durch das Klonen.

Klone werden hauptsächlich  zur Gewinnung von „Reproduktionsmaterial“ wie Eizellen, Embryonen und Millionen Portionen Sperma genutzt. Deshalb lohnt es sich, diese häufig tödliche Technik anzuwenden; denn das Reproduktionsmaterial kann teuer verkauft werden und wiegt so die hohen Kosten beziehungsweise Verluste des Klonprozesses ökonomisch mehr als auf.  Mit den Klonspermien werden dann zum Beispiel Kühe ganz „normal“, wie heute in der Rinderzucht üblich, künstlich besamt, so dass Klonnachkommen auf „normalem Weg“ entstehen. Aber ohne Klone keine Nachkommen. Ein gutes Gesetz muss deshalb die gesamte Bandbreite von Klonen und Klonprodukten in Europa verbieten, inklusive aus Klonen gewonnenes Zuchtmaterial.

Stimmen Sie deshalb bitte für den vom zuständigen Ausschuss vorgelegten Textentwurf mit einem umfassenden Klon- und Klonnutzungsverbot in der EU.

Mit freundlich Grüßen