Barbara Otte-Kinast: Zurück zum Schwänzekupieren, zurück in den Stall!

Pressemitteilung

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) tut alles, um die erfolgreiche Arbeit von Christian Meyer (Grüne) auszulöschen. Dabei nimmt sie sogar Rückschritte im Tierschutz in Kauf. 
Frau Otte-Kinast sollte in ihrer Reformwut nicht vergessen, dass der Tierschutzplan Niedersachsen in ganz Deutschland Vorbildcharakter hat. Ihn nun in Frage zu stellen, um die Erfolge des Vorgängers zu schmälern, erscheint kleinlich und hat fatale Auswirkungen auf den Tierschutz in der Nutztierhaltung.

Die Entscheidung, bereits angekündigte Fördergelder für das Weideprogramm in Niedersachsen zu streichen, zeigt einmal mehr, dass sich Frau Otte-Kinast nicht als Tierschützerin versteht. Kühe gehören auf die Weide und nicht ganzjährig in den Stall. Die positiven physischen und psychischen Auswirkungen der Weidehaltung sind hinreichend belegt. Gerade einer praktizierenden Landwirtin, wie Frau Otte-Kinast sich selbst bezeichnet, muss dieser Aspekt eigentlich bekannt sein. Der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat den Schutz und das Wohlbefinden der Milchkühe durch den Tierschutzplan besonders gestärkt. 

Bereits die Anfang Januar 2018 geäußerten Zweifel von Frau Otte-Kinast am Tierschutzplan und der Ringelschwanzprämie ließen die Nachfrage nach „Langschwanzferkel“ ersterben. Ferkelerzeuger, die sich auf die tiergerechte Aufzucht von unkupierten Ferkeln spezialisiert haben, bleiben nun auf ihren Ferkeln sitzen und werden womöglich beim nächsten Durchgang wieder kupieren. Mäster, die zuvor – gestützt durch die Ringelschwanzprämie – ihre Mastschweine mit mehr Tierwohl gehalten haben, werden bei einem Schlachtpreis von 1,30 Euro und ohne Mehrkostenausgleich ebenfalls das Tierwohl zurückschrauben müssen. 

Statt konstruktiver Vorschläge, wie zum Beispiel die Berücksichtigung der Sauenhalter bei der Ringelschwanzprämie, setzt Frau Otte-Kinast auf Verunsicherung und Rückschritte. 

Das ist die Bilanz, die Frau Otte-Kinast bereits nach kurzer Amtszeit vorweisen kann. Zurück zum Schwänze-Kupieren, zurück in den Stall!

30.01.2018

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