Bauernhof- , Nutz- oder "Ausnutztiere"?

Der Mensch hat im Verlauf seiner Geschichte viele Tierarten zu seinem eigenen Nutzen domestiziert. Auch Hunde, Katzen oder gar Meerschweinchen wurden ursprünglich gezähmt und gezüchtet, weil sie als nützlich angesehen wurden. Erst seit einige Tierarten wegen ihrer Schönheit, Niedlichkeit oder Zugewandheit als Mitbewohner in unsere Wohnungen Einzug genommen haben, unterscheiden wir zwischen sogenannten Haus- und Nutztieren. Leider auch beim Schutz und bei der rechtlichen Stellung.

Meishan Ferkel legt sich quer

Hunde oder Katzen leben wie vierbeinige Familienmitglieder in Gemeinschaft mit uns. Sie genießen hohen gesellschaftlichen Respekt und den vollen Schutz des Tierschutzgesetzes.

Schweine oder Hühner dagegen werden meist auf engstem Raum gehalten, ihre natürlichen Lebensbedürfnisse grob missachtet und ihr Leben an die Bedingungen der industriellen Produktion angepasst. Dagegen legt PROVIEH sich quer.

Großzügigere und gesündere Haltungsbedingungen, ausreichende Möglichkeiten zum Ausleben artgemäßer Verhaltensweisen, eine der Tierart angemessene Ernährung und ein möglichst leidensfreies Lebensende sind Kernforderungen unserer Arbeit. Sie gelten für alle Arten von Nutztieren, zu deren Schutz wir Aktionen und Kampagnen durchführen, zum Beispiel:

  •  SchweineHenne mit Küken
  •  Rinder
  •  Ziegen
  •  Schafe
  •  Hühner
  •  Puten
  •  Gänse
  •  Enten
  •  Strauße
  •  Kaninchen
  •  Pelztiere

Der Begriff "Nutztier" wird von PROVIEH nicht als Abwertung angesehen. Im Gegenteil. Der Begriff soll dazu beitragen, dass Menschen sich immer wieder ihrem Verhältnis zu Schweinen, Kühen und Co. bewusst werden: Wenn Menschen für ihr gutes Leben andere Lebewesen aufziehen, nutzen und töten, dann sollten sie diesen zumindest auch ein gutes Leben bieten.

PROVIEH: Für "unser liebes Vieh".