Ein weiterer Erfolg unserer Arbeit: REWE wird in Zukunft kein Fleisch mehr von betäubungslos kastrierten Schweinen verkaufen

29.08.2015: Durch Beharrlichkeit und fachliche Aufklärung hat unsere Arbeit vorzeitig Früchte getragen. REWE wird zukünftig nur noch Fleisch von Schweinen verkaufen, die während und nach der Kastration schmerzlindernde oder schmerzausschaltende Mittel erhalten haben.

Seit Jahren setzt sich PROVIEH gegen die betäubungslose Kastration von Ferkeln ein, lange bevor die Bundesregierung erkannte, dass dieses Verfahren unvereinbar mit der Forderung nach mehr Tierwohl und Tierschutz ist. Noch ist die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln unter acht Tagen völlig legal, aber 2019 geht diese Ära per Gesetzt zu  Ende.

Umso mehr freut uns die Nachricht, dass REWE bereits ab Ende 2016 auf Fleisch von Schweinen verzichten wird, die diese grausame Prozedur ohne Betäubung über sich ergehen lassen mussten. Hier zeigt sich deutlich, wie viel es bringt, miteinander zu reden, aufzuklären und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Hier wird der Wert unserer fachlich fundierten Arbeit sichtbar.

Eine Möglichkeit, in Zukunft vollständig auf die Kastration zu verzichten, stellt die Jungebermast dar. Bereits heute wird das Fleisch männlicher, unkastrierter Tiere erfolgreich von Discountern und Fastfood-Ketten vermarktet oder in Speisen angeboten.   

Da es kurzfristig keine flächendeckende Lösung für das schmerzlose Kastrieren von Ferkeln gibt, setzt sich PROVIEH auch in Zukunft für eine Akzeptanz der Jungebermast bei Produzenten und Abnehmern ein.

 

Angela Dinter