PROVIEH hat die Lösung zur Kontrolle

22.07.2015: Es ist so einfach!

Eine kleine Anpassung beim Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) könnte zahlreiche ungeborene Kälber vor dem qualvollen Erstickungstod bewahren.

Nach Ankündigung des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt, sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene die Schlachtung trächtiger Rinder zu verbieten, hat PROVIEH die Lösung für die Umsetzbarkeit. In einem Brief schlägt der Nutztierschutzverband dem Minister bereits zum zweiten Mal eine konkrete Möglichkeit zur Kontrolle der Trächtigkeit vor:

Jedes Tier hat nach der Viehverkehrsordnung einen Tierpass, der zur Schlachtung vorzulegen ist. Schon heute wird verbindlich die Kalbung zum Erstellen eines neuen Tierpasses für das Kalb in der Datenbank eingetragen. Somit lässt sich bereits auf dem Hof die Geburt des letzten Kalbes feststellen. Liegt diese erst kürzere Zeit zurück ist ohne eine aufwändige Trächtigkeitsuntersuchung auszuschließen, dass die Kuh hochtragend ist.

„Wir brauchen ein Annahmeverbot von tragenden Tieren vor der Verladung und dem Transport bereits an der Stalltür. Kühe, die zur Schlachtung verladen werden sollen, dürfen nicht in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit tragend sein!“, so Udo Hansen, Vorstandsmitglied von PROVIEH.

Derzeit wird das hochtragende Säugetier lediglich in der die Verordnung (EG) Nr. 1/2005 den Transport berücksichtigt. Sie verbietet den Transport von beispielweise hochtragenden Rindern, die sich im letzten Zehntel der errechneten Trächtigkeit befinden. Da aber kaum ein Schlachthof die tragenden Tiere erfasst, und die verantwortliche Kontrollinstanz – das Bundesamt für Güterverkehr - die Trächtigkeit nicht erkennt, werden solche „Transport-Verstöße“ kaum geahndet.

Bereits im Herbst 2014 machte PROVIEH den Bundeslandwirtschaftsminister auf das Problem der Schlachtung tragender Rinder aufmerksam, im Januar 2015 forderte PROVIEH auf der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin Respekt vor dem ungeborenen Leben und demonstrierte für eine Regelung, die die Schlachtung trächtiger Rinder beschränkt. Nach einem Brief an den Bundeslandwirtschaftsminister im März 2015 wendet sich PROVIEH nun erneut an Herrn Schmidt und bietet seine Unterstützung an.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter:

Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: Lösungsansätze zur Verhinderung der Schlachtung trächtiger Rinder (21.07.2015)

 

Ansprechpartner:                               

Kathrin Kofent,                                   

Tel.: 0431. 24 82 8-16,               

E-Mail: kofent@provieh.de           

 

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