Mit Kochlöffeln gegen TTIP

18.09.2015: PROVIEH nahm an der Aktion „MahlZeit“ teil. Damit setzte das Kieler Büro ein Zeichen für  gutes Essen ohne Gentechnik und Produkte aus Tierfabriken. Wie schmecken Gerichte aus verantwortlicher Landwirtschaft und was gehört nicht auf den Tisch? Die Fragen haben wir bei dem gemeinsamen Abendessen diskutiert.

Bunte Salate, frisch gerilltes Gemüse, Käse und Fleisch, sowie Brombeer-Maisgrieß-Pudding und Jogurt-Apfelkuchen zum Nachtisch… Dem Motto der Aktion folgend nahmen wir uns die Zeit für gutes Essen. Auf der Speisekarte standen vegane und vegetarische Spezialitäten, aber auch Delikatessen für bewusste Fleischesser -  alles  selbstgekochte Gerichte frei von Produkten aus der Agrarindustrie.  Allein  der Blick auf den gedeckten Tisch wäre genug, um zu verstehen, dass ein leckeres, gesundes und verantwortliches Essen ohne Gentechnik und Tierfabriken mehr als möglich ist.

Bei der Aktion ging es natürlich nicht nur um die Zubereitung und den Genuss von Speisen. Wichtig für uns war die Besprechung von Rezepten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Seit mehr als 40 Jahren haben wir es satt mit der Agrarindustrie. Unmenschlicher Umgang mit Nutztieren in Massenhaltung sorgt für niedrige Marktpreise für Milch, Fleisch, Eier und andere Produkte. Die wahren Kosten für die Umwelt und die nächsten Generationen werden dabei nicht eingerechnet. Deshalb setzt sich PROVIEH für den ethischen Umgang mit Nutztieren und dem Verbot von Gentechnik ein. Die Mahlzeitaktion gab uns eine Möglichkeit diese Botschaft weiter zu geben.

Unsere Rezepte für die Zukunft ohne Agrarindustrie schrieben wir nach dem Abendessen auf. Ein Plakat, das wir dabei erstellten, ist auf dem Wege nach Berlin. Unsere kulinarischen Empfehlungen werden in ein „Kochbuch“ für bäuerliche, ökologische und verantwortliche Landwirtschaft  eingehen. Zusammen mit Fotos, die auf der Webseite der Aktion veröffentlicht wurden, wird das Buch im Januar 2016, im Vorfeld der nächsten „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin an die Politik übergeben.

Mariya Ukhanova