Neue Vogelgrippe-Ausbrüche in den USA: Noch kein Ende in Sicht

11.05.2015: Es wurden weitere Ausbrüche von Vogelgrippe im Bundesstaat Iowa bestätigt. Bis zum 7. Mai 2015 lagen damit bereits 142 bestätigte Infektionen von Beständen vor.
Mittlerweile beläuft sich die Zahl der betroffenen Tiere auf 30 Millionen. Ein trauriger neuer Rekord in der Geschichte der amerikanischen Geflügelwirtschaft. Ein Desaster auch für die wildlebende Vogelpopulation, deren Flugrouten Gebiete mit hoher kommerzieller Geflügelhaltung kreuzen.

Gerade in Großanlagen hat das Virus die besten Voraussetzungen innerhalb kurzer Zeit große Bestände zu infizieren. Die weitere Verbreitung aus den Anlagen heraus geschieht dann über den Handel mit verseuchten Futtermitteln, infizierten Küken und den Transport von Schlachtgeflügel. Auch die Düngung spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Virus´ in die Umwelt, denn es überlebt in den Exkrementen über mehrere Wochen bis Monate und kann Wildvögel und Hausgeflügel infizieren.

PROVIEH mahnt: Diese Entwicklung, wie sie momentan in den USA zu beobachten ist, sollte auch der deutschen Geflügelwirtschaft zu denken geben. Würde man sich an den USA ein Beispiel nehmen und immer größere Anlagen mit steigenden Tierzahlen bauen wollen, riskiert man bei einem erneuten Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland noch größere Tierverluste. Das kann weder im Sinne des Landwirtes noch in seiner Funktion als „Tierschützer“ sein.

Stefanie Pöpken

Quelle:

The Poultry Site: Seven new outbreaks of avian flu in us poultry, Toll approaches 30 million (09.05.2015, www.thepoultrysite.com)