Vogelgrippe / Geflügelpest

Vogelgrippe (klassische Geflügelpest) zählt zu den Geflügelkrankheiten. Es ist eine ansteckende Virusinfektion, bei der die Tiere unter hohem Fieber, Atemnot, Ausfluss aus dem Schnabel und den Augen sowie an Durchfall leiden. Außerdem kann man zentralnervöse Störungen und Unterhautblutungen an Kopfhängen und Füßen beobachten. Durch das Berühren von Kot oder von verendeten Tieren kann der Mensch sich anstecken. Allerdings treten in der Regel nur leichte Grippesymtome oder Bindehautentzündungen auf. In Ausnahmefällen kann es zu einer schweren Lungenentzündung mit Todesfolge kommen.

Vogelgrippe entsteht, wenn ein harmloses Virus für längere Zeit in großen Geflügelbeständen zirkuliert und zu einem hoch ansteckenden Virus mutiert. Die Intensivtierhaltung bietet dafür optimale Bedingungen, weil das Virus in kurzer Zeit sehr viele Wirte durchlaufen kann. Zudem führen stickige Luft, Dauerstress und mangelnde Hygiene während der Mast zu einem schwachen Immunsystem des Geflügels. Nur leicht infizierte Tiere könnten zwar ohne gesundheitliche Folgen verzehrt werden. Trotzdem werden diese Tiere aber vorsorglich gekeult – das gilt auch für völlig gesunde Bestände, die in der Nähe eines Betriebes liegen, auf dem eine harmlose Virusvariante festgestellt wurde. Hierbei mögen jedoch wirtschaftliche Gründe im Vordergrund liegen.

Die Ausbreitung der Vogelgrippe erfolgt durch Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten, sowie durch die Abfälle (Abluft, Gülle). Die weltweite Verknüpfung der Geflügelindustrie spielt dabei eine große Rolle. Die Theorie, dass die Vogelgrippe durch Wildvögel übertragen wird ist mittlerweile wissenschaftlich widerlegt und dient höchstens als Ausrede der Geflügelindustrie. So folgte z.B. das Virus den Wildvögeln nicht in ihre Überwinterungsbiete, sondern breitete sich in etwa entlang der menschlichen Transportwege aus.

Ein Verbot der Freilandhaltung schützt also nicht vor der Vogelgrippe.

Foto: PROVIEH


Vogelgrippe - Hier sind die Fakten!

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