Schweinegrippe

Die Schweineinfluenza (auch Porzine Influenza oder Schweinegrippe genannt) ist eine Infektionskrankheit der Atemwege beim Hausschwein. Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, schwere Atemwegsentzündungen, gesteigerte Schleimbildung in der Nase sowie Tränenfluss. Eine akute Bronchitis ist typisch. Das Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1 wurde erstmals 1930 isoliert.  Ende der 50er Jahre schien das Virus in Europa völlig verschwunden, bis es 1976 wieder in den hiesigen Schweinebeständen nachgewiesen wurde. Das Virus kann vom Schwein auch auf den Menschen und dann von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Die Krankheit ist zwar hochansteckend (Tröpfcheninfektion), nimmt in der Regel aber sowohl beim Schwein als auch beim Menschen einen milden Verlauf. Nach fünf bis sieben Tagen klingen die Krankheitssymptome zumeist schnell wieder ab.

Das Virus A(H1N1) ist durch Vermischung oder Neu- verteilung von genetischen Informationen zwischen zwei ähnlichen Schweinevieren entstanden (Reassortierung). Da dieser Prozess höchstwahrscheinlich in einem Schwein stattgefunden hat, ist der allgemeine Name „Schweinevirus“ korrekt. Die verbreitete Behauptung, das Virus sei eine neu entstandene Mischung aus Humangrippe-, Vogelgrippe-, und Schweinegrippeviren trifft nicht zu. Auch die US-Seuchenschutzbehörde CDC (Center für Disease Control and Preventation) hat inzwischen klargestellt, dass die Viren reine „Schweine-Influenzaviren“ sind. Die Erbsubstanz dieser „neuen“ H1N1 Viren, also diejenigen Schweinegrippe-Virenstämme, die als direkte Vorläufer in Frage kommen und in acht separaten Gensegmenten vorliegen, wurden bereits vor Jahren in Influenzaviren in Schweinen in Nordamerika nachgewiesen. Diese deuten auf eine nahe Verwandtschaft mit den Influenzaviren hin, wie sie in Hausschweinen seit Jahrzehnten zirkulieren. Da Schweinebestände in Amerika und vor allem in Mexiko nur selten auf Influenzaviren getestet wurden, ist es nicht überraschend, dass dieser „neue Virenstamm“ in Schweinen noch nicht nachgewiesen wurde. (Vgl. auch: http://www.pandemic-times.de/index.php?option=com_content&view=article&id=79&Itemid=95)

Das Virus wurde fast zeitgleich im April 2009 in Mexiko und den USA aus erkrankten Menschen isoliert. Die betroffenen Personen hatten jedoch keinen direkten Kontakt zu Schweinen. Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass das Virus durch Abwasser, Gülle und Abluft oder durch Tiertransporte regional ins Freie gelangte. Tatsächlich unterhält der Schweine-Gigant Smithfield Foods jeweils riesige Schweine-Fabriken in den der USA und in Mexiko.

Mehr über diesen Zusammenhang finden Sie in den nachstehenden Artikeln:


Schweinegrippe:

  • Die Erfindung der "Schweinegrippe-Pandemie" (von Dr. med. Angela Spelsberg und Prof. Dr. med. Ulrich Keil, 19.12.2011) können Sie hier herunter laden.