Alptraum Intensivtierhaltung

Umwelt- und Tierschutzverbände arbeiten immer verzahnter gegen industrielle Massentierhaltung.

In ihrer jüngsten Kolumne fasst die für die Stiftung Naturschutz Berlin ehrenamtlich tätige Umweltaktivistin Marianne Weno eindrücklich die jüngsten Entwicklungen zusammen und reflektiert über Initiativen und Handlungsmöglichkeiten.
 
Unterdessen erreichen uns immer weitere Schreckensmeldungen über den Versuch von Großinvestoren, noch mehr riesige Massentierhaltungsanlagen in Deutschland zu bauen. So z. B. der Bericht der Berliner Zeitung, aus dem hervor geht, dass in Ostbrandenburg sechs gigantische Hähnchenmastanlagen gebaut werden sollen. Wie bei vielen industriellen Schweinemastbetrieben stecken vermutlich auch hier niederländische Investoren dahinter. Da sie in Holland wegen der Umweltverschmutzung und Tierquälerei zunehmender Kritik ausgesetzt sind, siedeln sie sich im strukturschwachen und dünn besiedelten Ostdeutschland an. Hier erwartet sie weniger Widerstand, und sie bekommen satte EU-Fördergelder.

PROVIEH kämpft seit Jahresbeginn mit breiter Unterstützung im Rahmen der Initiative “Bauernhöfe statt Agrarfabriken” gegen die fortschreitende Ausdehnung der Intensivtierhaltung.

Allen Verbraucherinnen und Verbrauchern empfehlen wir zudem – wie auch Marianne Weno in ihrem oben erwähnten Artikel – bewusstere Kaufentscheidungen beim Griff zu Erzeugnissen tierischen Ursprungs.

17.02.2010 - Sabine Ohm, Europareferentin