Aktion zur fristgerechten Abschaffung der Legehennen-Batteriekäfige

20.09.11: Am 31. Dezember 2011 läuft die Uhr für die konventionellen Legehennenbatterien in der EU ab. Aber längst nicht alle Länder sind gut vorbereitet. Griechenland hinkt bei der Umstellung weit hinterher. Eine europaweite e-Mail-Aktion soll nun den nötigen Druck erzeugen.

In Griechenland leben laut unserer britischen Partnerorganisation Compassion in World Farming (CIWF) immer noch rund 4,5 Millionen Legehennen in den ab Januar 2012 EU-weit verbotenen Batteriekäfigen. Das sind fast 90 Prozent ihres gesamten Legehennenbestandes; das heißt, man hat dort mit der Umstellung noch gar nicht begonnen, obwohl nur noch 4 Monate Zeit bleiben!

In Deutschland galt das Verbot für Batteriekäfige schon ab 2009 und wird seit Anfang 2011 auch weitestgehend eingehalten. Doch enorm wichtig für uns ist, dass die Richtlinie auch in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten pünktlich und effizient umgesetzt wird, damit Gesetzesbrecher, die billiger produzieren als die Gesetzestreuen, keinen Profit aus unlauterem Wettbewerb beziehen. Mit der konsequenten Umsetzung der Richtlinie kann die EU überdies zeigen, dass es Ernst mit der Verbesserung des Tierschutzes ist.

Alle Verantwortlichen hatten seit der Verabschiedung der Richtlinie im Jahr 1999 genug Zeit, sich auf die neue Gesetzeslage einzustellen. Ein weiterer Aufschub für Nachzügler wäre daher nicht zu rechtfertigen. Das Leben in Batteriekäfigen ist für Legehennen eine einzige Qual, darüber herrscht Einigkeit in der Wissenschaft. In diesen engen Käfigen verfügen die Tiere nur über eine Fläche so groß wie ein DIN-A 4 Blatt, können sich kaum rühren und schon gar nicht arttypischen Verhaltensweisen wie Staubbaden oder Flügelschlagen ausleben.

Fordern auch Sie jetzt die griechische Regierung auf, schnellstens einen Aktionsplan zur fristgerechten Umstellung auf alternative Haltungsformen zu verabschieden. Die Finanzkrise darf nicht als billige Ausrede für fortgesetzte Tierquälerei dienen. Helfen Sie den Hennen und senden Sie eine e-Mail an den griechischen Landwirtschaftsminister unter

http://action.ciwf.org.uk/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=119&ea.campaign.id=11011

 

Sabine Ohm, Europareferentin