Presse-Aktion „Hühner vor dem Kanzleramt“

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Berlin, 18.01.2011: Heute Morgen demonstrierten sechs Hühner vor dem Bundeskanzleramt gegen den flächendeckenden Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung. Sie fordern von der Bundesregierung, den Antibiotika-Skandal ernst zu nehmen und einen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich-nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft einzuleiten. Mit dieser Aktion ruft die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zur großen Agrardemonstration am 21. Januar 2012 in Berlin auf.

„Wir haben die Politik der leeren Versprechungen der Bundesregierung satt!“ so Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin. „Die Vorschläge von Landwirtschaftsministerin Aigner enthalten null Komma null Tierschutz. Der Vorschlag zum Arzneimittelgesetz enthält keine Zielvorgabe, die Antibiotika-Gaben nachhaltig zu reduzieren. Die Vorgaben für den Ausschluss von Human-Antibiotika in der Massentierhaltung sind zu lasch“, so Benning weiter. Die Bundesregierung nehme die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit offenbar nicht ernst, die wirksame Maßnahmen forderten gegen den massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung. In der EU sterben nach offiziellen Angaben jährlich 25.000 Menschen, weil Antibiotika versagen. Zur Bild-Aktion erklärte Jochen Fritz, Pressesprecher von „Wir haben es satt!“: „Wir fordern eine sofortige Agrarwende! Deswegen gehen wir diesen Samstag, den 21.01.2011, um 11.30 Uhr gemeinsam mit über 90 Verbänden aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie mit entwicklungspolitischen und kirchlichen Organisationen gegen eine industriefreundliche Agrarpolitik auf die Straße.“ Die EU-Agrarreform 2013 biete Chancen, diese Wende einzuleiten. Agrarsubventionen müssten künftig gesellschaftliche Leistungen finanzieren und nicht der Agrarindustrie die Taschen füllen, forderten.

Benning und Fritz.


 

 

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