Grüne Woche 2012 in Brüssel: PROVIEH zeigt, Nutztierschutz ist Wasserschutz

22.05.2012: Die Wasserressourcen in der EU sind überstrapaziert und verschmutzt. Der Anteil der industriellen Tierproduktion am Verbrauch und der Belastung der Wasserressourcen ist enorm und könnte reduziert werden.


Das diesjährige Thema der Grünen Woche ist "Jeder Tropfen zählt - Herausforderung Wasser." Auf Einladung der Generaldirektion Umwelt (EU-Kommission) diskutieren vom 22. bis 25. Mai 2012 über 2.000 Vertreter aus Wissenschaft, Privatwirtschaft, Politik, EU-Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Medien in über 50 Veranstaltungen über die verschiedenen Aspekte der Wassernutzung und -verschmutzung sowie Alternativen und Lösungsansätze. Die Veranstaltungen der europäischen Günen Woche können live im Webstream verfolgt werden (auch in deutscher Verdolmetschung), die Videos können auch später abgerufen werden.

 

Seit 2007 nimmt PROVIEH jedes Jahr an dieser Großveranstaltung zu jeweils unterschiedlichen Umweltthemen teil. Diesmal, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und Zuschauer in aller Welt auf die nachweislich negativen Folgen der industriellen Intensivtierhaltung beziehungsweise von Überproduktion und Überkonsum tierischer Erzeugnisse auf die Wasserqualität und -verfügbarkeit zu lenken. Mit Fragen und Diskussionsbeiträgen sowie Unterlagen (Flyer auf Englisch und Deutsch, sieh unten) und Gesprächen am Rande der Workshops werden unbequeme Wahrheiten und unsere Forderungen direkt an Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und aus den EU-Institutionen herangetragen und die interessierte Öffentlichkeit informiert.

 

In früheren Jahren stand die Büsseler Grüne Woche unter unterschiedlichen Mottos, zum Beispiel  Klimawandel, Ressourceneffizienz, Schutz der Artenvielfalt und Umweltzerstörung durch menschliches Handeln. In jeder Hinsicht hat die industrielle Massentierhaltung negative Auswirkungen, worauf PROVIEH immer wieder hinweist.

 

Die Landwirtschaft und Tierhaltung muss aufhören, ein Teil der Umwelt-, Ressourcen- und Klimarobleme zu sein und endlich so umgestaltet werden, dass sie ein Teil der notwendigen Lösung wird. Dafür gibt es derzeit im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik eine Chance, für die sich PROVIEH einsetzt.

 

Sabine Ohm Europareferentin


 

Links und weiterführende Quellen:

 

 

frühere Green Week Flyer: