Alle Beiträge zu Rindern

Brennpunkt Bullenmast

Die beklagenswerte Situation der Kälber und Rinder gab 1973 den Ausschlag für Margarethe und Olga Bartling den „Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung“ zu gründen. Die Schwestern haben auf einer Studienfahrt die unwürdigen Lebensbedingungen der Kälber und die schlechte Haltung der Rinder gesehen und wussten, dass sie handeln mussten. Vier Jahrzehnte später stellt sich die Frage, ob die beiden Schwestern mit der Entwicklung des Tierschutzes in der „Nutz“tierhaltung zufrieden wären. Mehr...


Kühe in Indien - Heiligtum oder Leckerbissen

20.03.2017: Mit den Straßen der indischen Hauptstadt Neu-Delhi assoziieren viele von uns ein totales Verkehrschaos, große Menschenmengen und: Kühe. Im totalen Gedränge der Autos stehen sie fast überheblich da und schauen unbekümmert in die Gegend. Da fällt es schwer zu glauben, jemand könnte hier den heiligen Tieren etwas zu Leide tun. Doch tatsächlich steht Indien seit 2014 auf Platz Eins der führenden Rindfleischexporteure und Milchproduzenten. Mehr...


Kein Herz für Kühe: Bundesregierung lehnt Haltungsverordnung ab

15.11.2016: Kühe und Mastrinder sind gesetzlich weiter auf sich allein gestellt. Die Bundesregierung sieht keinen Anlass die gesetzlichen Verordnungen im Bereich der Milchvieh- und Mastrinderhaltung zu erweitern. Milchkühe und Mastrinder werden bislang in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung nicht berücksichtigt und werden es auch zukünftig nicht. Mehr...


Zu Besuch bei Öko-Melkbur Achim Bock

05.11.2016: Lange schon habe ich mich auf den Betriebsbesuch bei Achim Bock zwischen Bad Bramstedt und Quickborn gefreut. Der Milchbauer ist einer der drei „Öko Melkburen“ (siehe Infobox), die sich mit der „4 Jahreszeitenmilch“ in Schleswig-Holstein einen Namen gemacht haben. Das besondere an Herrn Bocks Kuhherde: Mehr...


Zu Besuch bei "Stolzen Kühen"

25.08.2016: Die PROVIEH-Regionalgruppe Berlin besuchte im August 2016 den Ökohof „Stolze Kuh“ im brandenburgischen Odertal. Dort haben zwei Jungbauern allen Grund, auf ihre wertschätzende Arbeit mit einer kleinen Rinderherde stolz zu sein. Mehr...


Die Kuh auf der Wiese: Nur noch auf der Milchpackung?

Ein Vorschlag für ein einfaches öffentliches Label durch Haltungskennzeichnung. Ein Großteil der Verbraucher wünscht sich Milch von Kühen aus Weidehaltung. Trotzdem werden aus wirtschaftlichen Gründen immer weniger Kühe auf der Weide gelassen. Mehr...


Brennpunkt Bullenmast

20.02.2016: Die beklagenswerte Situation der Kälber und Rinder gab 1973 den Ausschlag für Margarethe und Olga Bartling den „Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung“ zu gründen. Die Schwestern haben auf einer Studienfahrt die unwürdigen Lebensbedingungen der Kälber und die schlechte Haltung der Rinder gesehen und wussten, dass sie handeln mussten. Vier Jahrzehnte später stellt sich die Frage, ob die beiden Schwestern mit der Entwicklung des Tierschutzes in der „Nutz“tierhaltung zufrieden wären. Mehr...


Die Megaanlage für 3000 Jerseykühe in Keetz wird nicht gebaut

15.12.2015: Erfolg für den Tier- und Umweltschutz. Das Bauvorhaben der Milchviehanlage in Keetz wurde plötzlich zurückgezogen. Auch wenn laut der potenziellen Betreiber der Grund nicht in den vielen Gegenstimmen seitens Tier- und Umweltschutz und der gegründeten Bürgerinitiative lag, kann hier dennoch von einem Erfolg gesprochen werden. Mehr...


Kühe nicht mehr ganzjährig angebunden - bald Wirklichkeit?

11.12.2015: Die ganzjährige Anbindehaltung darf zu Recht als die Haltung verstanden werden, die die Kühe in der Auslebung ihrer arttypischen Verhaltensmuster am meisten einschränkt. Mehr...


Erfolgreiche Verbrauchertäuschung durch das Kuh-Mobil

14.07.2015: Seit einiger Zeit gibt es jetzt schon das vom „Forum moderne Landwirtschaft“ entwickelte Kuh Mobil: Damit sollen sich Groß und Klein einen Überblick über das Leben einer Milchkuh verschaffen können. Mehr...


Wo grasen sie denn?

26.05.2015: Frühling 2015. Die Wiesen sind saftig grün. Doch nur knapp die Hälfte der 4,3 Millionen Milchkühe in Deutschland darf grasen. Die anderen 50 Prozent verbringen ihr gesamtes Leben im Stall. Mehr...


Tschüss Milchquote - Ahoi Weltmarkt?

02.04.2015: Nach nunmehr 31 Jahren endete zum 31.03.2015 die Milchquote. Viele Landwirte blicken der Zukunft skeptisch, viele aber auch optimistisch entgegen. Nach Meinung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sei der Milchmarkt global gut aufgestellt. Mehr...


Die überzähligen Kälber - ein Tierschutzproblem der Milcherzeugung

19.02.2015: Dass Millionen männlicher Eintagsküken als „Überschuss der Legehennen-Produktion“ getötet werden, ist allgemein bekannt. Dass es ein ähnliches Problem in der Milchviehhaltung gibt, ist weniger bekannt, bedarf aber ebenso dringend einer Lösung. Mehr...


Schlachthof in Bad Bramstedt wieder geöffnet

01.04.2014: Bereits am 26. Februar 2014 berichtete PROVIEH von einer Großrazzia auf dem von VION geführten Schlachthof in Bad Bramstedt. Hierbei wurden zahlreiche Beweismaterialien von den 250 beteiligten Beamten sichergestellt. Mittlerweile erkennen nahezu alle Politiker schwere Versäumnisse auf dem Schlachthof an.  Rund fünf Wochen wurde der Schlachthof stillgelegt. Nun wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Mehr...


Großrazzia auf VION-Schlachthof

Annahme von eklatanten Verstößen gegen geltendes Tierschutzrecht

26.02.2014: Auf dem Schlachthof des niederländischen Lebensmittelkonzerns VION in Bad Bramstedt werden täglich bis zu 500 Rinder geschlachtet. Damit zählt die Anlage zu den größten Schlachtbetrieben Norddeutschlands. Nun steht der Schlachthof unter dem Verdacht, gegen geltendes Recht verstoßen zu haben: Das Landwirtschaftsministerium hat laut Presseberichten Anhaltspunkte dafür, dass sowohl gegen das Tierschutzgesetz als auch gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen wurde. Mehr...


Hoffnung auf mehr Rechte und "glückliche Kühe"

16.12.13: Im Oktober 2012 startete der US-amerikanische Speiseeishersteller Ben & Jerry’s die Kampagne „Happy Cows”. Die Kampagne hat das Ziel, europaweite gesetzliche Mindeststandards für die Milchkuhhaltung einzuführen. Über 290 tausend Menschen haben für diese Kampagne unterschrieben. Mehr...


Kälber, bleibt bei euren Müttern!

Ökologische Landwirte machen sich auf den Weg zu einer wesensgerechteren Milchviehhaltung. 30.09.2013: Zum Standard  der konventionellen und ökologischen Milchviehwirtschaft gehört noch, die Kälber möglichst bald nach ihrer Geburt von ihrer Mutterkuh zu trennen und in den ersten Lebenswochen in Einzelboxen zu halten. In der ersten Lebenswoche erhalten sie zwei- bis dreimal täglich Biestmilch (Colostrum) von ihrer Mutter und werden so mit den ersten, lebensnotwendigen Immunglobuline zur Abwehr von Krankheitserregern versorgt. Mehr...


 

Achtung Wahlkampflüge: Exportsubventionen wurden nicht abgeschafft, sondern nur auf Eis gelegt

17. September 2013: Die Regierungskoalition ist bemüht, ihre Bilanz in Sachen Tierschutz zu schönen, und schreckt dabei nicht vor falschen Darstellungen zurück. In der Pressemitteilung Nr. 221 vom 25. Juli 2013 gab Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner stolz die „Streichung aller verbliebenen Exportsubventionen“ bekannt. Dabei handelt es sich gar nicht um eine komplette Abschaffung der Ausfuhrerstattungen, sondern nur um eine vorläufige Herabstufung „auf null“. Im Falle von „außergewöhnlichen Marktsituationen“ kann dieses Instrument – für tierische Erzeugnisse genauso wie für lebende „Zuchttiere“ – jederzeit wieder eingesetzt werden. Mehr...


Kalb ist nicht gleich Kälbchen - Pech gehabt...

15.07.2013: Gibt man bei der meistverwendeten Internet-Suchmaschine den Begriff "Kalb" ein, so vervollständigt das Programm automatisch: Kalbsbraten, Kalbsbries, Kalbsleber, Kalbsschnitzel. Gibt man aber "Kälbchen" ein, schlägt das Programm einem vor: Kälbchengeburt, Kälbchen kaufen, Kälbchenstall. Nur in der Verniedlichungsform wird ein junges Rind also für uns zu einem lebendigen Wesen. Das Netz bietet uns dann "süße" Bilder von Kälbchengeburten an, und damit avanciert das neugeborene Rind nicht nur zum lebenden, sondern sogar zum "fühlenden Wesen", wie die Amtssprache es nennt. Wenn wir indes gerade Appetit haben, sind wir nicht so in Stimmung, das Kälbchen "niedlich" zu finden. Dann wird es zum Kalb, zum Rohstoff. Pech gehabt. Mehr...

Foto: © PROVIEH


Milchkühe zwischen Leistung und Leid

11.06.2013: Welches Tier in der Landwirtschaft strahlt mehr Gemütsruhe aus als eine behaglich wiederkäuende Kuh im Schatten eines Baumes auf der Weide? Es verwundert wohl kaum, dass diese großen, so ruhig und sanft erscheinenden Nutztiere mit den ausdrucksstarken Augen sogar schon als Co-Therapeuten für Menschen herangezogen werden. „Kuh-Kuscheln“ ist als Selbsterfahrungskurs mit Heilwirkung im Nachbarland Niederlande ganz groß im Kommen. Doch der gefühlvolle Eindruck täuscht. Moderne Milchkühe sind längst keine wohlig grasenden Bauernhoftiere mehr. Sie sind Opfer des betriebswirtschaftlichen Leistungsanspruchs an die Milchmenge, die ihnen täglich abgemolken werden soll und durch die sie jeden Tag an ihre biologische Belastungsgrenze geführt werden. Selbst kleine Fehler in der Fütterung, der Haltung und dem Management führen bei ihnen schnell zu Leistungseinbrüchen, Gesundheitsproblemen und Leid. Aus den sanften Bilderbuchfreunden unserer Kinderzeit wurden tierische Extremsportler mit erschreckend kurzer Lebenserwartung gezüchtet. Mehr...

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Milch ist immer noch viel zu billig

Milch_PROVIEH21.09.2012: "Der zu niedrige Milchpreis hat für Bauern und Tiere weitreichende Folgen. Nachdem in den Jahren 2008 und 2009 die Milchkrise die Bevölkerung aufgerüttelt hatte und die Europäische Union (EU) einige Sonderhilfsmaßnahmen ergriff, war es um dieses Thema zunächst wieder still geworden. Aber nicht etwa, weil die damaligen Forderungen der Milchbauern erfüllt worden wären, denn seither hat sich der Milchpreis nicht wirklich erholt – obwohl die breite Mehrheit der Menschen in der Krisenzeit offen ihre Bereitschaft signalisierte, einen höheren, fairen Preis für Milch und Milchprodukte zu zahlen. Mehr...

 

 

 

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Enthornen oder genetisch hornlose Kühe? Ein riskanter KompromissSchluss_mit_Enthornen_IMG_2912_Petersen_PROVIEH

07.06.2012: Kühe haben Hörner, das weiß eigentlich jedes Kind. Doch in der modernen Milchwirtschaft sucht man meist vergeblich nach Kühen mit Hörnern. Die Hornanlagen werden den Kälbern schon in den ersten Lebenswochen mit einem Brennstab ausgebrannt, um das Wachstum der Hörner zu verhindern. Der Eingriff dauert etwa acht Sekunden pro Horn. Er wird meist vom Landwirt selbst vorgenommen, darf nach geltendem Tierschutzrecht bei unter sechs Wochen alten Tieren ohne Betäubung erfolgen und ist für die Kälber sehr schmerzhaft. PROVIEH kennt etliche Milchbauern, die liebend gerne auf diese Verstümmelung ihrer Tiere verzichten würden.  Mehr...

 

 

 

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Milchkühe im Wiesenglück

Kuhauftrieb-Hof-Sierck_IMG_1375_Christina-Petersen_provieh07.06.2012: Leise muht und stampft es aus dem Stall. Die rotbunten (braun-weißen) Milchkühe von Bauer Jörn Sierck warten bereits ungeduldig, als er die hintere Stalltür öffnet. Nach der langen Winterpause dürfen die Tiere endlich wieder auf die Weide. Um den alljährlichen Weideauftrieb zu feiern, hat Milchbauer Sierck ein kleines Fest veranstaltet, das mittlerweile Tradition hat. Die Gäste können sich auf ein leckeres Frühstück freuen, auf Trecker-Rundfahrten und einiges mehr. In diesem Jahr kam auch der Biobauer und Schriftsteller Mathias Stührwoldt und begeisterte das Publikum mit seinen Geschichten. Mehr...

 

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Meine Kuh im Netz Wie Fleisch aus artgemäßer Rinderhaltung per Internet Kunden findetRotes_Galloway-Johnigk

Essen Sie Fleisch? Dann sollte es Sie interessieren, woher es stammt. Welches Tier wurde für Ihren Genuss von Wurst oder Gebratenem aufgezogen und geschlachtet? Wie hat es gelebt und wie wurde es versorgt? Eine befriedigende Antwort darauf bleiben uns die meisten Fleischerzeuger schuldig. Mehr...

 

 

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Nur noch Kühe ohne Hörner?enthornte_Milchkuh_PROVIEH_100_0859

11.10.2011: Auf etlichen Verpackungen von Milchprodukten sind Rinder mit Hörnern auf Bergwiesen abgebildet. Leider spiegeln sie nicht die Realität wieder. Denn sieht man sich in der deutschen Weidelandschaft um, gehören behornte Rinder zur Ausnahme. Mehr als 90 Prozent aller Kühe in Deutschland werden bereits als Kälber enthornt. Mehr...

 

 

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