Archiv 2012

Umbau des Agrarinvestitionsförderungsprogramms

14.12.2012: Fauler Kompromiss bei Agrarinvestitionsförderung: Die Stallbauförderung wird künftig doch nicht nur für tiergerechte Haltungssysteme gewährt. Mehr...


Kein besseres Leben für deutsche Schweine durch Zollstock-Tierschutz zu erwarten

12.11.2012: Vor fast drei  Jahren wurde auf dem holländischen Markt das Siegel "Beter Leven" (zu Deutsch: "Besseres Leben") aus der Taufe gehoben. Nun soll es auch in Deutschland etabliert werden – aber bringt uns das wirklich mehr Tierwohl? Ab Januar 2010 wurde die Eingangsstufe (ein Stern) des "Beter Leven"-Systems als Vion-Siegel "Good Farming Star" ganz groß in den Niederlanden als Meilenstein in der Verbesserung der Tierhaltung angekündigt. Die holländischen Marktführer in Schlachtung  und Lebensmitteleinzelhandel, Vion und Albert Hijn, traten an die Presse und rührten mächtig die Werbetrommel, obwohl Albert Hijn erst eineinhalb Jahre später mit der Vermarktung beginnen wollte (im Sommer 2011) - also noch vor der Umstellung der schweinehaltenden Betriebe auf dieses neue Siegel. Mehr...


Anreiz- und Bonitierungssystem für mehr Tierwohl Heubeschaeftigung_Rudolf-Wiedmann

22.10.2012: PROVIEH hat mit einer Arbeitsgruppe einen Vorschlag für ein Anreiz- und Bonitierungssystem für mehr Tierwohl ausgearbeitet, das nun mit einem breiteren Kreis von Wirtschaftsvertretern diskutiert werden soll. Mehr...

 


Gülleüberschüsse aus Massentierhaltung gefährden die Gewässerqualität und gefährden die Gesundheit

Guelle_in_einem_Guellesilo_wikipedia21.08.2012: Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen dieser Erde. Daher müssen die Gewässer Europas geschützt werden. Das beschloss die EU in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die im Jahr 2000 in Kraft trat. Nach ihr sollen in der EU alle Oberflächengewässer (Flüsse, Seen, Kanäle, Küstengewässer) und das Grundwasser bis 2015 in gutem Zustand sein. Die EU-Länder verpflichteten sich, die Richtlinie in ihre nationale Gesetzgebung zu integrieren und im vorgeschriebenen Zeitplan eine Bestandsaufnahme über ihre Gewässer anzufertigen. Die Analyse des Zustands sowie eine darauf basierende Erstellung von Bewirtschaftungs- und Maßnahmenplänen mussten bis 2009 abgeschlossen sein. Deutschland scheint die Umsetzung der Richtlinien für nicht erstrebenswert zu halten und bummelte. Die Folge: Trotz mehrfacher Mahnungen seitens der EU-Kommission wird Deutschland nun wegen fortgesetzter Verletzung der WRRL vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Der Vorwurf lautet: Deutschland setze die Richtlinie nur teilweise um. Mehr...

 


Warnung: Gefährlicher Hühnerkot

Odefey-Huehnertrockenkot_Johnigk_PROVIEH07.06.2012: Dr. Thomas Fein steht besorgt, ja erschüttert vor einem Haufen Hühnerkot. Drei LKW-Ladungen davon wurden am Wegrand in Mehre bei Uelzen abgeschüttet, um in einigen Tagen auf die Kartoffeläcker ausgebracht zu werden. Die Nährstoffe aus dem Kot sollen zurück in den Stoffkreislauf und das Pflanzenwachstum stärken, wie es seit Urzeiten in der Landwirtschaft üblich ist. Doch die drei scheinbar harmlosen LKW-Ladungen Hühnerkot bergen ein höchst modernes Übel, das weiß der Mediziner. Er hat Proben davon in einem Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis bestätigte die Befürchtung: Was da als Dünger auf den Acker soll, ist hochgradig mit Antibiotika-resistenten Eitererregern und ESBL-bildenden Darmkeimen belastet. „Das ist kein Naturdünger mehr, das ist infektiöser Sondermüll!“ schimpft PROVIEH-Mitglied Fein. Mehr...


Gülle – das Schlüsselproblem der chilenischen Schweineindustrie 

Schweinemast_IMG500_2214_Dirk-Giesselmann06.07.2012: Die Einwohner des chilenischen Dorfs Freirina leiden unter Gestank und Krankheitskeimen aus einer riesigen Schweinefabrik in ihrer Nähe. Nach dem Scheitern vieler Versuche für eine friedliche Lösung des Problems haben sie im Mai 2012 die Zufahrtsstraßen zur Schweinefabrik blockiert. Die Schweine wurden nicht mehr versorgt und mussten hungern und dürsten, es kam zu Kannibalismus. Mehr...

 

 


Entgegnung zu "Die ewige Sehnsucht nach der Idylle" von Vinzent Börner in DIE ZEIT 24/2012

19.06.2012: Vinzent Börner will erklären, warum sich so viele Deutsche vehement gegen das Wesen der Agrarindustrie stemmen und fast schon Angst haben, „die deutsche Agroindustrie wolle sie vergiften“, z.B. mit „Dioxin oder PCB in Eiern, Antibiotika in Hähnchen, Pestizidrückständen auf Gemüse und Früchten“. Das Fazit des Autors könnte lauten: Die Angst vor der Agrarindustrie ist irrational, und wer dennoch Angst vor ihr habe, möge bitte zum Psychiater gehen. Mehr...


Wohin mit dem Flüssigmist? Guelle_wird_ausgebracht_484636_web_R_B_by_uschi-dreiucker_pixelio.de

Die Wege der legalen und illegalen Entsorgung von Gülle aus der Intensivmast

12.04.2012: Immer mehr Tiere werden in immer größeren Mastanlagen gehalten. Mit der Anzahl der Tiere nimmt aber auch das Volumen ihrer Ausscheidungen zu. Diese werden erst gesammelt und dann auf die Äcker und Felder ausgebracht. Doch der Boden kann nur eine bestimmte Menge an Nährstoffen aufnehmen, ohne das Grundwasser zu vergiften. Darum ist Tierhaltung an bestimmte Flächengrößen gebunden. Zu viele Tiere aber produzieren zu viel Gülle – wohin mit dem Überschuss? Aus diesem Dilemma hat sich ein lukrativer Gülle-Handel entwickel. Mehr... 


"Gläserne Ställe" - oder wie die Agrarindustrie versucht, ihr Image aufzupolieren

04.04.2012: Große Tierhaltungsanlagen werden vom Verbraucher immer häufiger mit Tierquälerei in Verbindung gebracht. Ein schlechtes Image ist entstanden, das die Agrarlobby nun aufpolieren will. Mehr...


Agrarfabriken verhindern - Wir danken jeder Stimme

17.02.2012: Die Petition von Campact und PROVIEH, die ein Gesetz zur Verhinderung der Megaställe forderte, ist beendet. Die E-mails von über 120.000 Menschen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Landwirtschafts- und Bauministerium nun eine Gesetzesänderung zur Verhinderung von Megaställen im Baurecht auf den Weg bringt. Wir danken allen, die die Petition unterzeichnet haben,  sehr für Ihre Unterstützung. Zusammen können wir etwas bewirken! Mehr...


Antibiotika in der Schweinemast

26.01.2012: Ausgerechnet in dem Moment, in dem rund 23.000 Menschen in Berlin gegen Intensivmast und Antibiotika-Missbrauch in der Tiermast demonstrierten, wurden im Allgäu und in der Gegend um Ulm 25 Schweinemastbetriebe gesperrt. Begründung: Im Urin der Schweine fand man Spuren von Antibiotika. Mehr...


Stefan Johnigk zu Gast bei REDEZEIT

19.01.2012: Diesen Donnerstag war unser Geschäftsführer Stefan Johnigk als Experte zu Gast bei REDEZEIT im NDR Info, zum Thema: "Landwirtschaft im Wandel - Agrarfabriken statt Bauernhöfe - Welches Fleisch wollen wir essen?" Mehr...


Presse-Aktion „Hühner vor dem Kanzleramt“

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Berlin, 18.01.2012: Heute Morgen demonstrierten sechs Hühner vor dem Bundeskanzleramt gegen den flächendeckenden Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung. Sie fordern von der Bundesregierung, den Antibiotika-Skandal ernst zu nehmen und einen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich-nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft einzuleiten. Mit dieser Aktion ruft die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zur großen Agrardemonstration am 21. Januar 2012 in Berlin auf. Mehr...

 


Was ist industrielle Massentierhaltung?

16.01.2012: Die Agrarindustrielobby versucht, über gezielte Werbemaßnahmen und irreführende Erklärungen ihr schlechtes Image bei der Bevölkerung aufzupolieren und den Begriff abzuschaffen. Dabei gibt es an dem Begriff gar nichts zu deuteln. Mehr...


Keine Resistenzbildung durch Antibiotika?

13.01.2012: „Antibiotika sind gar nicht so schlimm.“ „Resistenzbildung gibt es kaum, und die Rückstände im Hähnchen- und Schweinefleisch sind so gering, dass sie auf den Menschen keinerlei Wirkung haben.“ Das behauptet Dr. Jürgen Harlizius, Leiter des Schweinegesundheitsdienstes der Landwirtschaftskammer NRW, in einem Interview mit der Landwirtschaftlichen Zeitschrift (LZ) Rheinland. Mehr...


"Weniger Antibiotika" erfordert ein Umsteuern im Tierstall

10.01.2012: Gesunde Tiere durch gesunde Haltung - nur so lassen sich der ausufernde Einsatz von Antibiotika und qualvolle Lebensbedingungen für Millionen Nutztiere wirksam bekämpfen. Die Zeit zum Handeln drängt. Mehr...


Rückblick und Vorausschau auf die Entwicklung eines Tierschutzlabels

10.01.1012: Trotz großspuriger Werbesprüche und Ankündigungen im Rahmen von neuen „Tierwohl-Labeln“ werden in allen konventionellen Schweine- und Geflügelhaltungen weiterhin systematisch Tierschutzgesetze gebrochen. Mehr...