Regierungserklärung: Wo bleibt der Umbau der Tierhaltung?

Die Antrittsrede der neuen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist enttäuschend unkonkret. Klöckner verspricht zwar, rechtliche Lücken in der Tierschutzgesetzgebung zu schließen. Über den längst überfälligen Umbau der Tierhaltung verliert sie jedoch kein Wort. „Ich will, dass es allen Tieren gut geht“, sagt Klöckner. Konkrete Ansätze hierfür fehlen gänzlich.

Tierwohllabel statt gesetzlicher Haltungskennzeichnung

Pressemitteilung: Neun Verbände fordern Ende der Lebendtierexporte

Berlin: Am Mittwoch werden im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag die qualvollen Tiertransporte in außereuropäische Länder verhandelt. PROVIEH fordert in einem gemeinsamen offenen Brief mit acht weiteren Verbänden einen sofortigen Stopp der Schlachttierexporte in Drittstaaten sowie ein Aussetzen der Zuchttiertransporte.

Kontrollen in Sachsen: Kein Lebendtiertransport ohne Mängel

Auf dem Autohof an der A14 in der Nähe von Döbeln in Sachsen führten Polizei und Veterinäramt eine zweitätige Kontrolle bei Lebendtiertransportern durch. Bei jedem der dreizehn kontrollierten Fahrzeuge wurde mindestens ein Verstoß festgestellt.

Einer Kuh lief bereits die Milch aus dem prall gefüllten und entzündeten Euter. Sie wurde nicht einmal vor Transport-Antritt gemolken. Ein Schwein mit Darmvorfall hätte gar nicht erst verladen werden dürfen. Beide Tiere wurden in den nächstgelegenen Schlachthof gebracht.

Kentucky Fried Chicken will wachsen - Woher kommen die Hühner?

Woher kommen die ganzen Hühner und wie wurden sie gehalten?

Große Expansionspläne verfolgt derzeit Kentucky Fried Chicken (KFC). Die Geschäfte in Deutschland würden so gut laufen, dass in den nächsten fünf bis sieben Jahren zu den 163 bestehenden Filialen 337 hinzukommen sollen. Einnahmen von einer Milliarde Euro erhofft sich die Fast-Food Kette. Die Nachfrage nach Grillhähnchen sei stark angestiegen.

Intransparenz bei der Herkunft

"Warum so viele Schweine ihren Ringelschwanz nicht behalten dürfen"

PROVIEH war mit der Süddeutschen Zeitung auf der Suche nach dem Ringelschwanz im deutschen Schweinestall und hat ihn in den Ställen von Bauer Ralf Remmert gefunden, bei dem die Tiere ihren Ringelschwanz behalten dürfen. Mit Schwanzbeißen hat er kein Problem. "Schweine sind soziale Tiere, die Haltung hat sich nur immer mehr von ihren den Bedürfnissen entfernt", sagt er.

Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration - Brief an den Lebensmitteleinzelhandel

Die Übergangsfrist bis zum gesetzlichen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration läuft Ende des Jahres aus, doch bisher scheinen keine zufriedenstellenden Lösungen für Landwirte und Tiere zur Verfügung zu stehen. Gesetzlich erlaubt sind Verfahren, die eine zufriedenstellende Schmerzausschaltung beim chirurgischen Eingriff der Kastration männlicher Ferkel gewährleisten. Doch am Ende bleibt die Kastration, bei der den Tieren die Hoden vollständig entfernt werden. Die einzige Alternative bildet die Ebermast mit und ohne Immunokastration. 

Der Kritische Agrarbericht 2018

Das AgrarBündnis – ein Dachverband von 25 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungsarbeit – hat den kritischen Agrarbericht 2018 herausgebracht. Der Schwerpunkt lautet diesmal „Globalisierung gestalten.“ Auf 336 Seiten durchleuchten die Autoren (politische) Möglichkeiten, wie eine nachhaltige Landwirtschaft gestaltet werden kann. Dabei setzen sie sich kritisch mit Problemfeldern der aktuellen agrarpolitischen Debatte auseinander und zeigen eine andere Ausrichtung der Agrarpolitik auf.

Die Große Koalition und Tierschutz: Wo bleibt der Umbau der Tierhaltung?

Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD steht. Echte Verbesserungen in der Tierhaltung?  – Fehlanzeige. Anstatt Landwirte mit gezielter Förderung beim erforderlichen Umbau der Tierhaltung zu unterstützen und so die Tierhaltung endlich zukunftsfähig zu machen, wird an längst überfälligen Symptomen herumgedoktert.

Tierwohllabel statt gesetzlicher Haltungskennzeichnung

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