FREI UND FAIR? Internationaler Agrarhandel im Interesse von Mensch und Umwelt

Wie können wir internationalen Agrarhandel fair, sozial und ökologisch gestalten? Auf diese Frage suchte die Tagung „Frei und Fair? Internationaler Agrarhandel im Interesse von Mensch und Umwelt“ in Hofgeismar eine Antwort. Am 22. und 23. September 2017 wurde in Vorträgen, Debatten und Arbeitsgruppen mit Wissenschaftlern, Praktikern, NGO-Vertretern und Interessierten zum Thema Agrarhandel diskutiert. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Beiträge:

82 Prozent der Bürger für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung

Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) zeigt, sprechen sich 82 Prozent der Bürger für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung in Anlehnung an die bereits etablierte Eierkennzeichnung von 0 – 3 aus. Sie wünschen sich, dass alle tierischen Lebensmittel über diese Kennzeichnung verfügen, damit erkennbar ist, aus welchen Haltungssystemen die Tiere stammen, deren Produkte sie konsumieren.
Verbraucher wollen strengere gesetzliche Vorgaben

Schulprojekt „Artgerecht – nicht ungerecht!“ gewinnt Hessischen Tierschutzpreis 2017

25 Schülerinnen und Schüler aus den zehnten Realschulklassen der Jahnschule Hünfeld nahmen am Hessischen Tierschutzpreis für Schulen 2016/17 teil. Im Rahmen dieses Wettbewerbs arbeiteten die Schüler fünf Monate an ihrem Projekt. Das Thema war die Intensiv- und Biohaltung von „Nutz“tieren. Darüber hinaus beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den gesetzlichen Vorgaben für die Haltung von „Nutz“tieren und gingen der Frage nach, was sich ändern müsste, um diesen eine artgerechte Haltung zu bieten.

Wir präsentieren: die Gewinner des PROVIEH-Kunstwettbewerbs

Auf Anregung unserer Kieler Regionalgruppe organisierten wir einen Kunstwettbewerb unter dem Motto "Ein Leben als "Nutz"tier". Die Idee dahinter war, der Perspektive der Tiere auf künstlerischem Wege näher zu kommen. Woher stammen Fleisch, Milchprodukte oder Eier? Wie werden die Tiere gehalten? Wie fühlt sich ein Leben als "Nutz"tier an? Wie könnte vielleicht sogar ein besseres Leben aussehen?

Alles für das Billigschnitzel: Geschundene Stuten, Fohlenabtreibung und Ferkeltötung hängen unmittelbar zusammen

Die Animal Welfare Foundation hat in ihrem neuesten Enthüllungsvideo extrem grausame Praktiken zur Gewinnung von Hormonen aus Pferdeblut für die Schweinezucht aufgedeckt. Aus dem Blut tragender Stuten wird das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) gewonnen. Damit wird der Fruchtbarkeitzyklus von Zuchtsauen gesteuert. Alleine in Deutschland werden jährlich etwa 1,3 Millionen Hormon-Dosen verabreicht. 

Wie kann ich helfen?



Oft werden wir von Tierschützern gefragt, wie sie die Arbeit von PROVIEH unterstützen können. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Um Veränderungen herbeizuführen, ist es nötig möglichst viele Menschen zu erreichen und von unserer Sache zu überzeugen.

Helfen Sie uns, sichtbarer zu werden:

Eier-Initiativen gegen Kükentötung

Bislang ist es in Deutschland üblich, die männlichen Geschwister der Legehennen, die „Eintagsküken“, durch Schreddern oder durch Kohlendioxid zu töten. Sie gelten als „unwirtschaftlich“, weil sie keine Eier legen und für die Mast zu wenig und zu langsam Muskelfleisch ansetzen. Jährlich werden also bis zu 45 Millionen männliche Küken getötet.

Habeck lässt die Vögel raus! Fragt sich nur wie lange?

Pressemittleilung, 06.04.2017

Der Nutztierschutzverein PROVIEH e.V. begrüßt den Erlass des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein zur Aufhebung der Aufstallungspflicht. Doch nicht jedes Geflügel kommt in den Genuss des Freilaufs, da die Aufstallungspflicht in Risikogebieten sowie in Gebieten mit hoher Geflügeldichte erhalten bleibt. Momentan herrscht auf einem Fünftel der Fläche in Schleswig-Holstein noch die Stallpflicht.

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