Pressemitteilung: Verpflichtende Haltungskennzeichnung auf solidem Fundament

Schluss mit halbfertigen und halbherzigen Tierschutzlabel-Vorschlägen!

In den Tagen vor der Internationalen Grünen Woche ist es als Politiker schon fast schick das Wort „Haltungskennzeichnung“ in den Mund zu nehmen und diese vehement zu fordern. Viele Organisationen sind ebenfalls auf den Zug gesprungen, jedoch ohne konkrete Ausarbeitungen zu liefern.

PROVIEH e.V. ist seit Jahren ein überzeugter Verfechter der  verpflichtenden Haltungskennzeichnung. Nun haben wir ein Handlungspapier entwickelt, das klar aufführt, wie die Kennzeichnung der Haltung von fleisch- und milchliefernden Nutztieren in Zukunft aussehen kann.

Das „Praxismodell zur Einführung und Umsetzung der verpflichtenden Haltungskennzeichnung“ legt den „Nationalen Bewertungsrahmen“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) zu Grunde. Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, alternativen Anbauverbänden, Umwelt- und Tierschutzverbänden, Ministerien, Verwaltung und landwirtschaftliche Beratung haben den Bewertungsrahmen entwickelt und planen noch in diesem Jahr eine grundlegende Überarbeitung.

Die verpflichtende Haltungskennzeichnung bietet flächendeckende, klare und gut verständliche Verbraucherinformation. So können Konsumenten schnell und in jedem Lebensmitteleinzelhandel  erkennen, aus welcher Haltung das Tier stammt, dessen Fleisch oder Milch sie kaufen. Jeder Verbraucher ist damit in der Pflicht seine Kaufentscheidung zugunsten einer besseren und artgemäßen Tierhaltung zu treffen.

Die Eierkennzeichnung war und ist ein großer Erfolg. Nun sollte zeitnah der logische nächste Schritt für die Haltungskennzeichnung aller Nutztiere erfolgen. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hätte Gelder und Knowhow, die in die Entwicklung seines staatlichen Tierwohllabels fließen, sinnvoller investieren können. Hier zeigt sich wieder einmal, dass persönliches Profilieren und Tierschutz nicht zusammen passen.

19.01.2017

Wir schicken Ihnen gerne druckfähige Fotos auf Anfrage zu und vermitteln Ihnen auf Wunsch ein Interview mit einer unserer Fachreferentinnen Angela Dinter oder Stefanie Pöpken.

 

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