PROVIEH unterwegs: „Leitlinien Tierschutz im Pferdesport“

Unsere PROVIEH-Fachreferentinnen Kathrin Kofent und Stefanie Pöpken sind heute in Bonn für den Tierschutz unterwegs. Mit Vertretern aus Tierschutz, Tierärzteschaft und weiteren Fachleuten erarbeiten sie eine Neufassung der „Leitlinien Tierschutz im Pferdesport“.

Obwohl vieles im Argen liegt, gibt es leider keine Haltungsverordnung oder sonstige spezielle rechtsverbindliche Vorschriften für Pferde.  Als Orientierungs- und Auslegungshilfe wurden deshalb vor 25 Jahren die „Leitlinien Tierschutz im Pferdesport“ entwickelt. Diese Leitlinien zeigen die Anforderungen auf, welche an Umgang, Ausbildung und Training von Pferden sowie an jegliche „Nutzung“ dieser Tiere, unter den Aspekten des Tierschutzes zu stellen sind, auf. 

Niemand fragt die Pferde - dabei gehen sie oft bis an ihre Grenzen und darüber hinaus. Im täglichen Training werden sie immer wieder zusammengeschnürt, geschlagen und gezwungen. Auf Sportveranstaltungen wird das "Bestmögliche" aus ihnen herausgeholt. Galopper und Traber sind da gerade mal zwei bis vier Jahre alt - also Jungtiere mitten im Wachstum. Springpferde werden mit aberwitzig anmutenden Gebissen traktiert und Dressurpferde in Rollkur „flott gemacht“. Von Natur aus eignen sich Pferde nicht wirklich zum Reiten und geforderte Höchstleistungen führen oft zu Verletzungen.

Hier muss sich endlich etwas ändern. PROVIEH will den Pferden eine Stimme geben. Wir diskutieren gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Tierschutz, Tierärzteschaft, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und sonstigen Fachleuten und Verbänden ein zweites Mal über mögliche und nötige Anpassungen der „Leitlinien Tierschutz im Pferdesport“. Wir hoffen, dass sich zum Wohle der Pferde merklich etwas verbessern wird. Zunächst auf dem Papier und irgendwann hoffentlich für alle 1,3 Millionen Pferde in Deutschland.

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26.02.2018