Regionalgruppe München von PROVIEH

Jeder hat seine persönliche Wahrnehmung und so möchten wir die Münchner Regionalgruppe mit den Stimmen von einigen Aktiven vorstellen:

Helga: Seit nun gut 15 Jahren bin ich für Provieh in München und Umgebung für eine „artgerechtere“, natürlichere und gesündere Haltung unserer Millionen von Nutztieren aktiv! Damit bin ich die „Dienstälteste“ in unserer kleinen, mittlerweile gut eingespielten Regionalgruppe.

Wie bin ich dazu gekommen?

Mich hat damals die BSE Krise wachgerüttelt und gewissermaßen mit der Nase auf die widerlichen und grausamen Bedingungen in der industriellen Massentierhaltung gestoßen! Seitdem hat mich das vom Menschen aus Profitgier, falschen Ernährungsgewohnheiten, Bequemlichkeit und mangelnder Empathie verursachte immense Leid unserer Mitgeschöpfe nicht mehr losgelassen. In den letzten drei Jahren haben mir meine neuen Mitstreiterinnen mit ihrer Energie, neuen Ideen und ihrer Freundschaft über das gemeinsame Anliegen hinaus, wieder den nötigen Schwung, und auch trotz des bedrückenden Themas, Spaß zum Beispiel an Infoständen gegeben!

Angela: Ich bin gerne für PROVIEH tätig, weil ich möchte, dass unser Verein in Bayern bekannter wird. Mir gefällt, dass wir nicht nur über die Gräuel der Massentierhaltung berichten, sondern auch die wenigen, wirklich guten Bauernhöfe würdigen und gelegentlich in unserem Magazin vorstellen können. An unsere Infostände kommen ab und zu besonders tierschutzbewusste Landwirte; wie kürzlich die Bäuerin, deren Rinder ganzjährig die Möglichkeit zum Weidegang haben und auf der Weide geschossen werden, anstatt wie üblich lebend zum Schlachthof transportiert zu werden.

Carola: Seit meinem 16. Lebensjahr, also nun schon über 30 Jahren, bin ich „passives“ Mitglied bei Provieh (damals VgtM – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung) und unterstütze seitdem in Wort und Tat bewusst „aktiv“ die bäuerliche Landwirtschaft mit meinem Konsumverhalten und diversen Diskussionen mit meinen – ach leider oft so bequemen oder empathielosen – Mitmenschen. Ich wünsche mir eine Welt in der alle Lebewesen respektvoll miteinander umgehen.

Mit einer Nutzung von Tieren, was unter Umständen meist auch deren Tötung beinhaltet, bin ich – für mich – einverstanden, wenn wir Menschen unseren Mitgeschöpfen ein erfülltes tiergerechtes Leben nicht nur zugestehen, sondern als Selbstverständlichkeit begreifen und deren Schlachtung so liebevoll und angstfrei wie möglich gestalten!

Da ich auch schon immer aktiv in einem Verein mitwirken wollte, war vor zwei Jahren für mich der richtige Zeitpunkt dies zu beginnen. Beim ersten der diversen von mir unterstützten Vereine bin ich dann auch gleich „hängengeblieben“. In unserer Regionalgruppe geht es erwachsen zu und jede/r ist frei, sich mehr oder weniger und mit den Fähigkeiten die er/sie hat einzubringen. Ich persönlich wünschte mir mehr männlichen Zuwachs, da Männer – auch in der heutigen Gesellschaft – leider immer noch ernster genommen werden, und ich glaube, wir könnten mit Männern unseren Wirkungskreis definitiv vervielfachen und das Tierleid wesentlich schneller verringern/BEENDEN! Also „Jungs“ (auch unter 18!), macht mit! Traut euch! Wir werden euch umschwärmen!   : )

Edith: Wie jedem Tierfreund und Tierbesitzer – in meinem Fall sind es Pferde – stellte sich auch mir irgendwann die Frage, wie es in unserer Gesellschaft sein kann, dass man seinem Liebling die bestmögliche Behandlung zukommen lässt, und man auf der anderen Seite jedoch Tierleid in einem Ausmaß akzeptiert, welches bar jeglicher moralischer Verantwortung ist und welches die Grenzen des ethisch zumutbaren für die Kreatur schon längst überschritten hat.

Die logische Konsequenz derartiger Überlegungen war dann folglich „Was kann ICH gegen die Missstände tun?“ und, abgesehen vom bewussten Konsum: „Was kann ich AKTIV, dagegen tun?“ Der Weg führte mich dann zu einem Verein, der sich den Lebewesen in unserer Gesellschaft widmet, die keine Lobby haben, da ihnen oftmals der Kuschelfaktor fehlt, und welche, und das vor allem, unser tägliches Leben auf dem Teller bestimmen. Der Weg führte zu PROVIEH. Diesen Tieren das Leben erträglicher zu gestalten und den Menschen, die diese betreuen, eine Stimme zu geben (ein nicht zu unterschätzender Faktor!), dieser Herkules-Aufgabe hat sich der Verein gestellt. Seit ca. fünf Jahren habe ich mir als Aufgabe gestellt, PROVIEH hierbei im Rahmen meiner (zeitlichen) Möglichkeiten zu unterstützen. Das ist nur möglich, wenn möglichst viele Menschen mit viel gutem Willen, zum Beispiel in Form einer Regionalgruppe, zusammenkommen und den Gedanken an Infoständen und natürlich auch anderen Gelegenheiten in die Köpfe der Menschen tragen... gemäß dem Motto: „Kommt der Mensch nicht zum Tierschutz, muss der Tierschutz zum Menschen kommen.“

Eva: Wie die meisten Menschen, bin auch ich informiert über die Ungerechtigkeiten des Lebens, die sich nicht in Ausbeutung von Mensch und Tier erschöpfen. Richtig wachgerüttelt in Bezug auf die Massentierhaltung hat mich allerdings erst das Buch von Karen Duve „Anständig essen“, die ihren Selbstversuch sehr beindruckend schildert.

Auf dem Tollwood Festival 2014 saß ich im „Hühnerkäfig“ und war froh ihn wieder verlassen zu dürfen. Diese Massentierquälerei muss aufhören und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dies zu realisieren. Der Münchner Regionalgruppe gehöre ich erst seit kurzem an. Es macht Spaß, so viele engagierte Frauen zu treffen und beim Tollwood 2015 war ich jetzt schon nicht nur Konsumentin, sondern auch Unterstützerin.

Uta: Als Letzte im Alphabet kann ich oben Gesagtem nur zustimmen und ergänzen, dass wir in München mit dem Streetlife Festival im Mai und September, dem Sommer- und Winter-Tollwood sowie verschiedenen Hoffesten beste Gelegenheiten haben, die Besucher am Stand zu informieren. Besonders freut es mich, dass wir bei der Aktion von Tollwood für ein ARTGERECHTES MÜNCHEN Bündnispartner sind und dafür eifrig deutschlandweit Unterschriften sammeln: www.artgerechtes-muenchen.de

Wir alle würden uns sehr freuen, für unsere Regionalgruppe noch weitere Unterstützung zu bekommen. Kontakt: provieh_muenchen@t-online.de