Land der unbegrenzten Perversionen - Gigantische Schweineproduktionsanlage in Ostdeutschland kurz vor der Genehmigung

11.04.2005 – Heute beginnt das Einwendungsverfahren gegen eine der größten Schweinezucht- und Schweinemastanlagen in Deutschland. Mit der Unterstützung der Landesregierung von Brandenburg, aber gegen den Widerstand der Bevölkerung vor Ort möchte der niederländische Investor van Gennip nördlich von Berlin eine riesige Schweineanlage für über 85.000 Schweine bauen.

Diese industrielle Tierproduktion ist auf dem Gelände einer ehemaligen LPG in der Gemeinde Boitzenburger Land im Landkreis Uckermark geplant. „In riesigen Hallen sollen mehr als 9.000 Sauen möglichst viele Ferkel produzieren, das heißt gebären“, erläutert Sandra Gulla, Vorsitzende von PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.. In weiteren angegliederten Hallen, die Platz für über 23.000 Aufzuchtferkel und fast 53.000 Mastschweine bieten, werden die Tiere in nahezu vollautomatischen Systemen bis zu ihrem Schlachtgewicht gemästet.

„Diese industrielle Tierhaltung ist aus tierschützerischer Sicht abzulehnen“, so Sandra Gulla. Bei dieser Tierhaltung kann die dringend notwendige Einzeltierbetreuung nicht mehr gewährleistet werden, verletzte oder kranke Tiere werden nicht rechtzeitig entdeckt und versorgt. Im Vergleich zu solchen Tierfabriken hält der durchschnittliche landwirtschaftliche Familienbetrieb in Deutschland unter 1000 Mastschweine und bis zu 100 Sauen. In der biologischen Tierhaltung sind die Bestände zum Nutzen der Tiere meist noch wesentlich geringer.

Jeder Bürger hat das Recht gegen Tierfabriken, wie die im Boitzenburger Land geplante, Einwendungen zu erheben. Am heutigen Tag beginnt die Ausschlussfrist, innerhalb der alle Bürger, die mit den Ausmaßen einer solchen industriellen Massentierhaltung nicht einverstanden sind, ihre Einwendungen schriftlich bei den zuständigen Behörden einreichen können. Die Einwendungsfrist läuft bis zum 24.05.2005.


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