"Agrarministerkonferenz will Änderungen bei Kohortenregelung und BSE-Testalter"

Wie das brandenburgische Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) berichtet, hat die Agrarministerkonferenz der Bundesländer eine Vorlage des Landes Brandenburg zur Änderung bei den BSE-Schutzmaßnahmen angenommen. Demnach gehört die EU-weit vorgeschriebene Kohortentötung auf den Prüfstand. Die Bundesländer fordern die Bundesregierung auf, auf Änderungen der EU-Reglungen hinzuwirken. Hintergrund der Forderung ist, dass es bei den 382 deutschen BSE-Fällen bisher nicht zum Nachweis eines BSE-Falls bei einem Kohortentier gekommen ist. Deshalb sollte es das Ziel sein, die Kohortenregelung abzuschaffen. Weibliche Kohortenrinder sollten dann bis zum Ende ihrer Nutzungsdauer am Leben bleiben, wenn sichergestellt ist, dass sie danach unschädlich beseitigt werden. Eine zweite Forderung betrifft das BSE-Testalter. In Deutschland ist ein Testalter für BSE bei Tieren ab 24 Monaten vorgeschrieben. Dies geht über die EU-Vorgaben von 30 Monaten hinaus. Die Bundesländer wollen hier eine Anhebung des Testalters auf das EU-Niveau erreichen. In Brandenburg würden durch die Bundesregelung allein 8.000 Rinder pro Jahr mehr auf BSE getestet, ohne dass bisher eine BSE-Fall nachgewiesen werden konnte. Nach einem Gutachten der ehemaligen Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere würde das Verbraucherschutzniveau bei einer Anhebung des Testalters nicht absinken.

10.10.2005 (Quelle: www.vetion.de)

 

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