Blauzungenkrankheit– mit der Resolution von Brüssel werden die Mitgliedsstaaten zur sofortigen Vorlage der Impfpläne aufgefordert

Neben den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland sind inzwischen auch Großbritannien und Dänemark vom BT-Virus vom Typus 8 betroffen. Allein bei uns wurde bislang in fast 16.000 Betrieben bzw. Tierbeständen das BTV-8 nachgewiesen, nur Brandenburg blieb vorerst verschont.
Konkrete Zahlen für infizierte und verendete Tiere liegen bisher jedoch nicht vor. Ein Ende der Ausbreitung dieser in Nordeuropa erst seit diesem Jahr auftretenden (für Menschen ungefährliche) Tierseuche, die vor allem Schafe, Rinder und Ziegen befällt, ist weiterhin nicht abzusehen; denn es fehlen geeignete Impfstoffe, die noch in der Entwicklungsphase stecken.
Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn falls wir einen milden Winter bekommen, werden die Überträgertierchen (Gnitzen, eine Mückenart) und ihre Larven zu Hauff überleben. Dann würde im Frühjahr nach Experteneinschätzung eine Blauzungen-Epidemie ungeahnten Ausmaßes unsere Breiten erfassen.
Bevor die Impfstrategie der Länder und der EU nicht feststehen wird nach Aussage der Hersteller aber keine Produktion im großen Stil anlaufen.
Im Zuge einer Veranstaltung der Europäischen Tierzüchtervereinigung "European Livestock Association" (ELA) in Brüssel an der auch PROVIEH teilnahm, wurde deshalb eine Entschließung zum Thema Blauzungenkrankheit mit dringendem Aufruf zur Entwicklung von Aktionsplänen und Aufgabe von Bestellungen verabschiedet, die Sie hier nachlesen können.

25.10.2007

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