PM-Welttierschutztag-04.10.2008

Pressemitteilung

 

 

Welttierschutztag 04.10.2008:
288.000 Wählerstimmen für besseren Nutztierschutz

 

Mit der Übergabe von 288.000 Unterschriften fordert PROVIEH Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf, grundlegende Verbesserungen der Nutztierhaltungsverordnung in den verbleibenden Regierungsmonaten herbei zu führen.

 

Kiel, 02.10.2008

 

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2008 erhielt Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) drei Pakete mit über 288.000 Unterschriften von Wählerinnen und Wählern, die der Verein PROVIEH in den vergangenen Jahren für eine artgemäße Nutztierhaltung in Deutschland gesammelt hat. Nicht nur die von Seehofer veranlasste Fortführung der Käfighennenhaltung gibt weithin Anlass zur Klage. Auch die ausstehende Betäubungspflicht beim Schächten, die weithin üblichen Verstümmelungen von Nutztieren zur Anpassung an Produktionsbedingungen, die unerträglichen Haltungsbedingungen in immer größer werdenden Mastanlagen, diese und andere Missstände der industriellen Massentierhaltung treffen auf wachsenden Protest bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

 

„Unsere Verantwortung für das Mitgeschöpf Tier ist auch für die CDU/CSU eine ethische Grundnorm. Werden Sie Ihrer Verantwortung endlich gerecht – im Interesse der Nutztiere und auch des Verbraucherschutzes.“, fordert Prof. Dr. Sievert Lorenzen, Vorsitzender von PROVIEH, den Minister auf. „Die bayerischen Bauern haben eindrucksvoll bewiesen, wie der Rückhalt selbst bei Stammwählern schwinden kann, wenn die Politik nicht stimmt. Im kommenden Wahljahr wird sich Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auch mit einer anderen Wählergruppe intensiv auseinander setzen müssen: den Nutztier- und Verbraucherschützern. 288.000 potentielle Wählerstimmen verlangen einhellig, grundlegende Verbesserungen der Nutztierhaltungsverordnung in den verbleibenden 12 Monaten Regierungsarbeit herbei zu führen.“

 

Der gemeinnützige Fachverband für Nutztierschutz PROVIEH – VgtM e.V. macht seit 35 Jahren die bestehenden Rechtsverordnungen zum Tierschutzgesetz in der Bevölkerung bekannt und stellt die eklatanten Widersprüche mit dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz öffentlich zur Diskussion.

 

 

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Tel. 0431. 2 48 28-0

 

 

 

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