"Farmland": EU-Onlinespiel zum Thema Nutztierschutz

Um Kindern bewusst zu machen, wie wichtig ein respektvoller und artgerechter Umgang mit Nutztieren ist, hat die Kommission am 12. November 2008 die Website "Farmland" gestartet.

Diese Seite soll der heranwachsenden Generation den Nutztierschutz spielerisch näher bringen:

"Farmland" ist ein interaktives und lehrreiches Online-Computerspiel, das speziell für Kinder und Jugendliche zwischen neun und zwölf Jahren entworfen wurde. Das Ziel besteht auch darin, die Verbraucherinnen und Verbraucher von morgen in die Lage zu versetzen, eine informierte Wahl ihrer Lebensmittel zu treffen.

Durch die Spieleinführung führt ein peppiges Mädchen namens "Bérénice", das zunächst den groben Spielaufbau erläutert. Je nach gewähltem Nutztierbereich - Schweine, Kühe, Kälber, Legehennen und Masthühner stehen zur Wahl - führen dann andere Figuren durch eine jeweils kurze Spielanleitung (die man keinesfalls überspringen sollte, wenn man punkten möchte!).

Im Mittelpunkt steht dabei die Vermittlung von Informationen, mit denen die Bedürfnisse von Nutztieren veranschaulicht werden. In den einzelnen Zeichentrick-Computerspielen können die Kinder die zugrunde liegenden Tierschutzkonzepte erproben, über die sie vorher etwas lesen können (gelben Aktenordner anklicken). In den verschiedenen Spielen geht es unter anderem um Tierhaltung und Tiertransport sowie um das Einkaufen im Supermarkt. Sie zielen darauf ab, verschiedene Ausschnitte aus dem Leben der Nutztiere entlang der Lebensmittelkette darzustellen.

Allerdings sind manche Fachinformationen leicht geschönt; so wird zum Beispiel vom EU-weiten Auslaufen der Käfighaltung von Legehennen ab Ende 2011 gesprochen, ohne die neuen "Seehofer-Käfige" (auch Kleinvolieren genannt) aufzuführen, die bisher völlig legal - aber eben immer noch zutiefst tierquälerisch - an ihre Stelle treten können. Insgesamt ist das Spiel aber positiv zu bewerten, da immer das Tierwohl stark in den Vordergrund gehoben wird und auf den Zusammenhang von Respekt vor dem fühlenden Lebewesen, Gesundheit der Tiere und Qualität ihrer Erzeugnisse hingewiesen wird.

Die Kinder können virtuell in die Rolle des Landwirts oder des Verbrauchers schlüpfen. Wählen sie die Rolle des Landwirts, werden ihnen die Grundlagen des Tierschutzes vermittelt. In der Verbraucherrolle sollen sie lernen, wie sie den Ursprung tierischer Erzeugnisse erkennen können. Das Spiel kann bisher in neun Amtssprachen der EU - darunter auch Deutsch – gespielt werden. Innerhalb von zwei Wochen nach dem Start der Webseite am 12. November 2008 haben schon über 300.000 das so lehr- wie abwechslungsreiche "Farmland" gespielt. Auf die Startseite kommen Sie hier.

27.11.2008 - Melanie Peters und Sabine Ohm, Büro Brüssel

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