Wissenschaftlerappell gegen Massentierhaltung

22.11.2010: Zahlreiche Professorinnen und Professoren in Deutschland wenden sich in einem öffentlichen Appell gegen die industrielle Intensivtierhaltung. Sie fordern die Umstellung zu einer sozial und ökologisch verträglichen, tiergerechten Landwirtschaft. PROVIEH ruft zur Unterstützung dieser Initiative auf.

Die Verantwortung für einen Richtungswechsel in der landwirtschaftlichen Tierhaltung darf nicht länger auf den Schultern der Verbraucher abgeladen werden. "Wo Gemeingüter in Gefahr sind, bedarf es politischer Regelung.", so die Initiatoren der Aktion, zu denen auch der Vorsitzende von PROVIEH Prof. Sievert Lorenzen zählt. Nicht nur Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, sondern alle verantwortungsbewussten Menschen sind zur Unterzeichnung des Appells eingeladen.

Vorbild für die Initiative ist eine Gruppe von holländischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, die Mitte des Jahres 2010 in einem öffentlichen Aufruf einen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft forderten. Inhaltlich orientiert sich der Wissenschaftlerappell an den Positionen des bundesweiten Netzwerks "Bauernhöfe statt Agrarfabriken". Sie fordern von Ländern, Bund und EU:

  • Vielfalt, Gerechtigkeit und Arbeitsplätze in ländlichen Regionen – Privilegien für industrielle Tierhaltung abschaffen;
  • Klima- und Tierschutz wirksam verbessern;
  • Kennzeichnung der Haltungsform auf tierischen Lebensmitteln;
  • Agrarsubventionen nur für höhere Standards im Tier- und Umweltschutz;
  • Überproduktion abbauen, Exportsubventionen streichen.

PROVIEH unterstützt den Aufruf und bittet alle Leserinnen und Leser dieses Beitrags darum, ihn weiter zu verbreiten.

Zur Unterschriftenaktion:
http://www.gegen-massentierhaltung.de

Der Wortlaut des Appells zum Herunterladen und Ausdrucken:
http://www.gegen-massentierhaltung.de/wp-content/uploads/2010/11/Appell_Ausstieg_Massentierhaltung.pdf