Schweiz verbietet betäubungslose Ferkelkastration- PROVIEH: Umstellung auf Ebermast muss Ziel bleiben!

06.01.2010: Seit dem 01.01.2010 ist es in der Schweiz nicht mehr erlaubt, männliche Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Nach 15-jährigem Kampf gegen die schmerzhafte Prozedur, die täglich in den Schweineställen durchgeführt wird, wurde nun ein Schritt in Richtung Tierschutz getan.

Die KAGfreiland erklärt in ihrer Pressemitteilung: „So erfreulich das Verbot ist, so enttäuschend sind die angewandten Alternativen. Die beiden tierschonendsten Alternativen – Ebermast und Impfung – werden höchst selten praktiziert. Mehr als die Hälfte der Schweinezuchtbetriebe kastriert mittels der nicht unproblematischen Gasnarkose, der Rest wendet die noch kritischere Injektionsnarkose an. Am tierfreundlichsten ist der Verzicht auf die Kastration. Die männlichen Ferkel, die Eber, bleiben unversehrt. KAGfreiland beweist, dass die Ebermast funktioniert. Aus Eberfleisch können hervorragende Rohess-Produkte hergestellt werden. In England, Irland, Portugal, Spanien, aber auch in Deutschland und Holland wird Eber-Frischfleisch verkauft. Warum nicht auch in der Schweiz?“

PROVIEH begrüßt es, dass die Schweiz wieder einmal beim Tierschutz vorangeht. Gemeinsam mit unseren Partnern von KAGfreiland werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Kastration ganz abgeschafft wird.

Brigitte Bock, Pressestelle