Sieg für den Tierschutz: EU-Parlament stimmt für Kaninchenwohl!

Nach langem Kampf und harter Überzeugungsarbeit stimmte am 14. März das Europäische Parlament für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mast- und Zuchtkaninchen. Der zuvor sehr umstrittene Initiativbericht von Parlamentsmitglied Stefan B. Eck wurde in allen Punkten anerkannt.

Als direkte Folge kann nun die Europäische Kommission offiziell aufgefordert werden, eine Gesetzgebung zur Festlegung von Mindestnormen für den Schutz von Kaninchen zu erarbeiten. Diese Entscheidung ist ein großartiger Erfolg!

In Europa leiden mehr als 330 Millionen Kaninchen unter tierquälerischen Haltungsbedingungen in Käfigen. In den wenigsten Ländern gibt es überhaupt Haltungsvorschriften. PROVIEH forderte gemeinsam mit weiteren europäischen Tierschutzorganisationen sowie Stefan B. Eck eine Beendigung der Käfighaltung für Kaninchen. Der heutige Parlamentsbeschluss ist ein wichtiger Etappensieg und ein großer Schritt für den Tierschutz.

„Die Käfighaltung ist tierschutzwidrig. Was unterscheidet also Kaninchen von Legehennen? Das EU-Parlament hat diese Absurdität erkannt und ein deutliches Zeichen für den Tierschutz gesetzt. Eine EU-weite gesetzliche Regelung  zur Haltung von Kaninchen würde auf einen Schlag über 330 Millionen Tiere schützen“, sagt Prof. Dr. Sievert Lorenzen, erster Vorstandsvorsitzender von PROVIEH.

Wir werden uns nun dafür stark machen, dass die EU-Kommission überzeugt wird und sich in der Pflicht sieht zum Wohle der Kaninchen zu handeln.

Kathrin Kofent 

15.03.2017