Stutenurin in Hormonpräparaten - Infoblatt

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Nehmen Sie derzeit ein Hormonpräparat ein, beabsichtigen dies oder kennen jemanden, wo es der Fall ist? Bitte prüfen Sie, ob dieses Medikament „konjugierte Östrogene“ enthält! Konjugierte Östrogene beziehungsweise Estrogene sind Hormone, die aus dem Harn trächtiger Stuten gewonnen werden.


Kennen Sie die Haltungsbedingungen dieser Stuten?

PMU steht für Pregnant Mare Urin (Urin trächtiger Stuten). Zwischen dem dritten und neunten Monat der elfmonatigen Trächtigkeit enthält der Urin der Stuten besonders viele Östrogene. In dieser Zeit werden die PMU-Stuten in sogenannten Ständern angebunden. Das sind kleine schmale Stallabteile von etwa 1,5 Metern Breite und 2 Metern Länge.

Ein Gummi-Sammelbehälter wird direkt an der Vulva jeder Stute befestigt und fängt permanent den Urin auf. Der Urin fließt über einen Schlauch in einen Plastikkanister. Damit der Sammelbehälter nicht verrutscht, werden die Tiere in den engen Ständern fixiert. Um die Hormonkonzentration im Urin zu erhöhen erhalten die Stuten nur rationiert Trinkwasser, häufig in viel zu geringen Mengen.

Nachdem es beispielsweise auf kanadischen Stutenfarmen zu Protesten und kritischen Fragen zu den Lebensbedingungen der Stuten kam, wurde die Produktion in aller Stille  ausgelagert, dorthin wo die gesetzlichen Vorgaben lockerer sind und es weniger Inspektoren gibt. Recherchen deuten darauf hin, dass die Stuten nun in China und eventuell in Kasachstan und Polen leiden müssen. Allein in China soll es 90.000 PMU-Stuten geben

Hormonpräparate mit Stutenurin:

Premarin®, Premarin® plus,

Cyclo-Premella® ,

Presomen®,

Duavive ®,

Presomen® 28 compositum, Presomen® conti

Climopax® cyclo, Climopax® mono

Stutenurin kann tödlich sein. Informieren Sie sich!

2002 wurde bekannt, dass konjugierte Östrogene das Risiko für Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Frauen erheblich erhöhen. 2012 wurde zudem festgestellt, dass durch die Einnahme von PMU-Präparaten Brustkrebs gefördert werden kann. Trotzdem werden Medikamente aus Stutenurin in Deutschland immer noch verschrieben und verkauft.

Weitere Informationen und Links zu klinischen Studien über konjugierte Östrogene finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

Schon seit langem existieren viele alternativen Behandlungsmethoden zur Verwendung in und nach den Wechseljahren. Seit Langem wurden Medikamente auf pflanzlicher Basis entwickelt und erfolgreich eingesetzt.

Erfahren Sie mehr auf:

Typische Wechseljahresbeschwerden oder nur ein Hormonmärchen?

Ein Forscherteam der Universitätsklinik Dresden unter der Leitung von Prof. Kerstin Weidner hat herausgefunden, dass lediglich Hitzewallungen typisch für die hormonellen Umstellungen vor und nach der Menopause sind. Sie fordern deshalb, den Einsatz der Hormontherapie kritischer und individualisierter zu gestalten und Wechseljahre nicht als Krankheit zu verallgemeinern.

Das können Sie tun!

Seien sie kritisch gegenüber Hormontherapien. Verzichten Sie auf PMU-haltige Medikamente, die auf dem Beipackzettel als „konjugierte Östrogene“ bezeichnet werden und bitten Sie Ihren Arzt solche Medikamente nicht weiter zu verschreiben. Klären Sie Ihre Freunde und Bekannten über dieses Thema auf. Verbreiten Sie dieses Infoblatt!

Handeln Sie jetzt!

Auf unserer Internetseite finden Sie ein Onlineprotestschreiben, dass Sie einfach per Klick an die Pharmamittelhersteller schicken können:

provieh.de/stutenurin/protestbrief