Ferkelkastration

Die Kampagnen-Arbeit von PROVIEH hat sich gelohnt: Jungebermast wird von EU mit Forschungsgeldern gefördert

Zum Thema Tierschutzlabel meldete das Blatt die Kritik, dass die Branche sich nicht in eine riskante und schwer kalkulierbare Abhängigkeit von einer einzigen großen Tierschutzorganisation begeben sollte. Solche Risiken weiß PROVIEH zu vermeiden. Wir arbeiten gerne vertrauensvoll mit Partnerorganisationen zusammen, auch zum Thema Tierschutz-kennzeichnung.

Ferkelkastration soll in Deutschland abgeschafft werden

lachendes_Schwein_quelle_freeanimalpix11.02.2011: Dies kündigte Agrarministerin Aigner in einem Interview über das geplante Tierschutzpaket an. Das vor wenigen Tagen bekannt gemachte Tierschutzpaket ist an sich nicht so vielversprechend. Aber zumindest in einem Punkt hat die Landwirtschaftsministerin wohl doch Größeres vor, wie sie in einem Interview gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung am 9.2.2011 durchblicken ließ.

"Tierschutzpaket" als inhaltsleer gebrandmarkt

09.02.2011: Die CDU-CSU Fraktion im Bundestag hat im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Verbot der Brandkennzeichnung von Pferden abgelehnt, weil "der Tierschutz keine Frage von Details, sondern eine fortlaufender Gesamtauftrag" sei. Damit brandmarkt die Union das erst vor zwei Tagen von ihrer eigenen Ministerin vollmundig angekündigte "Tierschutzpaket" als inhaltsleere Mogelpackung.

Ferkelkastration soll bis 2018 EU-weit abgeschafft werden

15.12.2010: Die "Brüsseler Erklärung" zum Ausstieg aus der betäubungslosen chirurgischen Kastration von Ferkeln ist nun offiziell. Wie bereits am 08.12.2010 von PROVIEH im Artikel über die "Aktion Tierwohl" angekündigt, hat sich die von der EU-Kommission koordinierte Plattform mit allen wichtigen Akteuren aus Schweine-erzeugenden Mitgliedsstaaten auf 2018 als Frist zum Umstieg von der Kastraten- auf die Jungebermast geeinigt.

Dokumentation: "European Declaration on alternatives to surgical castration of pigs"

PROVIEH setzt sich auch auf europäischer Ebene für die Abschaffung der Ferkelkastration ein. In zwei europäischen Workshops im Oktober 2009 und im Juni 2010, an denen auch PROVIEH teilnahm, hat sich die EU-Kommission des Themas angenommen. In Anlehnung an die Erklärungen von Noordwijk und Düsseldorf wurde im Juni 2010 beschlossen, eine Erklärung zur Abschaffung der chirurgischen Ferkelkastration auszuarbeiten. PROVIEH wirkte an der Erstellung mit. Das Dokument konnte nach nur drei Sitzungen planmäßig vor Jahresende fertig gestellt werden. Die englische Fassung ist hier im Originalwortlaut dokumentiert.

"Aktion Tierwohl" von Westfleisch – Augenwischerei

08.12.2010: Mit Pomp annoncierte Deutschlands drittgrößtes Schlachtunternehmen sein angebliches Engagement für den Tierschutz, das in Wirklichkeit keinerlei zusätzliches Tierwohl beinhaltet.

Auf den ersten Blick sieht die Pressemeldung vom 26. November 2010 beeindruckend aus: Westfleisch will mit der "Aktion Tierwohl" den Landwirten "Stellschrauben für nachhaltige Verbesserungen" der Schweinehaltung aufzeigen. Doch dieses angeblich "praxisnahe Qualitätsprogramm" ist nicht neu.

Durchbruch in der Ebermast

08.11.2010: McDonald’s gibt endgültigen Ausstieg aus dem Verkauf von Kastratenburgern bekannt.

PROVIEH freut sich über einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zur Abschaffung der Ferkelkastration. Auf Druck durch unsere Kampagne hatten die Fastfood-Ketten McDonald’s und Burger King am 29. Juli 2009 kurz nacheinander bekannt gegeben, dass sie bis spätestens zum 01. Januar 2011 vollständig auf den Einkauf von Kastratenfleisch verzichten wollen (wir berichteten).

Mc Donald’s hält Wort: Schluss mit "Kastratenburgern"!

05.11.2010: Der Fastfoodriese verpflichtet seine Zulieferer, ganz auf Kastratenfleisch zu verzichten. Auf eine Kampagne von PROVIEH hin hatte das Unternehmen bereits am 29.07.2009 angekündigt, sein Schweinefleisch ab dem 01.01.2011 nur noch von Betrieben zu beziehen, auf denen keine Ferkel mehr kastriert werden.

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EU lässt Impfstoff für Immunokastration zu

19.05.2009: Die Kastration per Impfstoff bekommt - nach der Zulassung in der Schweiz im Jahr 2007 - nun auch in der EU grünes Licht.

Derzeit werden in Deutschland jährlich ca. 25 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert, um den eventuell (bei ca. 5 % der Tiere) auftretenden „Ebergeruch“ von vornherein zu vermeiden. In der EU insgesamt sind es über 100 Millionen Ferkel pro Jahr.

Schweiz verbietet betäubungslose Ferkelkastration- PROVIEH: Umstellung auf Ebermast muss Ziel bleiben!

06.01.2010: Seit dem 01.01.2010 ist es in der Schweiz nicht mehr erlaubt, männliche Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Nach 15-jährigem Kampf gegen die schmerzhafte Prozedur, die täglich in den Schweineställen durchgeführt wird, wurde nun ein Schritt in Richtung Tierschutz getan.

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