Puten

Streitpunkt Puteneckwerte

25.04.2013: Am 10. April 2013 veröffentlichte der Verband Deutscher Putenerzeuger (VDP) die überarbeitete Fassung der "Bundeseinheitlichen Eckwerte für eine freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen". Aus Kreisen der Tierschutzbewegung regt sich massive Kritik an den Inhalten der Vereinbarung. Sie seien nicht weitgehend genug. Kritisiert werden aber auch diejenigen Tierschutzorganisationen, die wie PROVIEH ihren Sachverstand in die Beratungsrunden der Putenwirtschaft eingebracht haben. PROVIEH nimmt hier im Einzelnen Stellung zu den Fragen und Vorwürfen.

Schnabelkürzen? Schluss damit!

Mit Laser amputierte Kükenschnabel (c) Melanie Nolte21.11.2011: Küken von Legehennen, Mastputen und Moschusenten die Schnabelspitze zu amputieren ist eine besonders barbarische Form der Tierquälerei. Dennoch wird es von den Behörden immer noch geduldet und ist in zahllosen Betrieben der Intensiv-Geflügelhaltung in Deutschland übliche Praxis. PROVIEH will das ändern.

Die Cröllwitzer Pute

Die wilden Puten der Wälder Nordamerikas wurden bereits von den Indianern domestiziert. Eroberer brachten sie aus Ostmexiko nach Europa, wo sie schon seit 1550 in einigen westeuropäischen Ländern nachweisbar sind. Ihr Leben ist seitdem nicht einfacher geworden. Zucht auf extremes Wachstum und artwidrige Haltung in extremen Dichten sind leidvoller Alltag fast aller heutigen Puten.

Die Bronzeputen (Truthühner)


truthahn_bronze_m.guethe Die Puten sind unser größtes und schwerstes Hausgeflügel. Ein Hahn wiegt 10 bis 14 kg die Henne wiegt 6 bis 8 kg. Besondere Merkmale sind das Radschlagen des Hahns, sein lautes Kollern und dumpfe „Stoßlaute“ während der Balz. Dabei und bei Erregung wird der Fleischzapfen am Oberschnabel stark vergrößert. Der alte Hahn trägt an der Brust einen 10 bis 12 cm langen rosshaarähnlichen schwarzen Haarbüschel. Der Kopf ist unbefiedert mit abwechselnd blauer weißer und roter Haut.