Kaninchen

Sieg für den Tierschutz: EU-Parlament stimmt für Kaninchenwohl!

Nach langem Kampf und harter Überzeugungsarbeit stimmte am 14. März das Europäische Parlament für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mast- und Zuchtkaninchen. Der zuvor sehr umstrittene Initiativbericht von Parlamentsmitglied Stefan B. Eck wurde in allen Punkten anerkannt.

Als direkte Folge kann nun die Europäische Kommission offiziell aufgefordert werden, eine Gesetzgebung zur Festlegung von Mindestnormen für den Schutz von Kaninchen zu erarbeiten. Diese Entscheidung ist ein großartiger Erfolg!

Hoffnung für Europas Langohren

„End the Cage Age“ ("beendet das Käfig-Zeitalter") haben sich die britische Tierschutzorganisation Compassion in World Farming (CIWF) und das EU-Parlamentsmitglied Stefan B. Eck auf ihre Fahnen geschrieben.

Europaweit leiden an die 330 Millionen Kaninchen in industriellen Käfiganlagen. Nur in wenigen Ländern gibt es Haltungsvorschriften (siehe PROVIEH Magazin 2/2016)

Intensivtierhaltung von Kaninchen

15.12.2014: Gemäß dem deutschen Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier hält, „das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.“ Längst haben die Menschen die Bilder aus Kaninchenzucht- und Mastanlagen erreicht. Das es sich um eine moralische Katastrophe handelt und das oben zitierte Tierschutzgesetz mit Füßen getreten wird, liegt auf der Hand. Neben allgemeinen Grundsätzen die für mehr Tierwohl sorgen sollen, sind seit kurzem auch die Zucht und Mast speziell für Kaninchen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) gesetzlich geregelt. Leider sind die neuen Mindestanforderungen aus Tierschutzsicht immer noch mangelhaft.

Kaninchenmast in Deutschland oder wo der Hase im Pfeffer liegt

23.02.2011: Bekannt ist das heimische Kaninchen vor allem als kuscheliges Haustier, das besonders bei Kindern sehr beliebt ist. Doch auch dem ein oder anderen Hobbyzüchter lässt es das Herz höher schlagen. Nur wenige Menschen wissen, dass die meisten  Kaninchen ein leidvolles Leben in Mastbetrieben führen.  In Deutschland werden jedes Jahr rund 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch konsumiert, das entspricht rein rechnerisch einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 0,5 kg.

Schwarz-gelb blockiert Verbesserungen in der Kaninchenmast

Berlin, 07.07.2010: In Deutschland gibt es bislang keine verbindlichen Vorgaben für die Haltung und Zucht von Kaninchen. Auf Kampagnen von PROVIEH, 4 PFOTEN und anderen Tierschutzverbänden reagierten die gewerblichen Kaninchenmäster in Deutschland bislang nur mit der Gründung einer "Gütegemeinschaft Kaninchen". Darin verpflichten sich einige Erzeuger von Kaninchenfleisch auf die Einhaltung von Mindeststandards bei der Kaninchenmast.

Artgerechte Haltung von Fleischkaninchen in Freilaufgruppen

22.03.2010: Kaninchen werden in Deutschland als Kuscheltiere, ihrer Schönheit oder auch ihres Fleisches wegen gehalten. Die einen lieben die Mümmler als possierliche Hausgenossen und schaudern beim leisesten Gedanken daran, einem "Hasen" das Fell über die Ohren zu ziehen. Andere wiederum mästen Kaninchen in industrieller Intensivhaltung als Massenprodukt für die Fleischtheken der Discounter. Doch es gibt auch Menschen, die Kaninchen extensiv in privater Zucht halten, weil ihnen das zarte Fleisch gut schmeckt.

Der Meißner-Widder - Eine seltene Schönheit in Silber

Kaninchen als landwirtschaftliche Nutztiere verfügen über viele Vorzüge. Die Kaninchenhaltung ermöglicht eine sehr kostengünstige teilweise Selbstversorgung der Züchter mit Fleisch. Kaninchenfleisch ist eiweißreich, fettarm und hat nur einen geringen Gehalt an Cholesterin und Purinkörpern. Es gilt als Diätfleisch und ist leicht verdaulich. Bezogen auf die Futterfläche erzeugen Kaninchen mehr Fleisch als andere landwirtschaftliche Nutztiere. Aufgrund ihrer Vermehrungsfreudigkeit und ihrer frühen Zuchtreife ist es möglich, einen zuchttauglichen Bestand innerhalb kürzester Zeit aufzubauen.

Erhebliche Missstände bei Haltung: REWE nimmt Kaninchenfleisch aus dem Sortiment

17.04.2007: Köln (aho/lme) - Die REWE Group hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf von Kaninchenfleisch gestoppt. Bei REWE, toom, Penny, Fegro/Selgros und Karstadt-Feinkost wurden sowohl frisches Kaninchenfleisch als auch Tiefkühlware aus den Regalen bzw. Kühltruhen geräumt. Das Unternehmen reagiert damit nach eigenen Angaben als erster deutscher Handelskonzern umgehend auf Filmmaterial von Tierschützern über Missstände bei der Kaninchenhaltung.

PROVIEH Stichworte: