Tierseuchen / Tiergesundheit

Wohin mit dem Flüssigmist?

Die Wege der legalen und illegalen Entsorgung von Gülle aus der Intensivmast

12.04.2012: Immer mehr Tiere werden in immer größeren Mastanlagen gehalten. Mit der Anzahl der Tiere nimmt aber auch das Volumen ihrer Ausscheidungen zu. Diese werden erst gesammelt und dann auf die Äcker und Felder ausgebracht. Doch der Boden kann nur eine bestimmte Menge an Nährstoffen aufnehmen, ohne das Grundwasser zu vergiften. Darum ist Tierhaltung an bestimmte Flächengrößen gebunden. Zu viele Tiere aber produzieren zu viel Gülle – wohin mit dem Überschuss? Aus diesem Dilemma hat sich ein lukrativer Gülle-Handel entwickelt

Zoonosen-Monitoring: Erkenntnisse zur Belastung von Lebensmitteln

Staphylococcus_aureus-sekundärelektronenmikroskopische_Aufnahme_wikipedia27.02.2012: Zum zweiten Mal hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen Bericht veröffentlicht, der wichtige Erkenntnisse zum Vorkommen von Zoonoseerregern in Lebensmitteln und Nutztieren liefert.  Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragen werden können.  Über 8.000 Proben aus Erzeugerbetrieben, Schlachthöfen und dem Einzelhandel wurden auf das Vorkommen von Salmonella spp., Campylobacter spp., verotoxinbildende E. coli (VTEC) und Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) untersucht. Zu welchen Ergebnissen das BVL durch das bundesweite Zoonosen-Monitoring kommt und wie sehr beispielsweise Putenfleisch belastet ist, lesen Sie hier.

EHEC ist kein Gemüsebewohner, sondern ein Produkt der Massentierhaltung

14.06.2011: Verkeimte Gemüsesprossen wurden als Quelle für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen der vergangenen Wochen identifiziert. Wie der Darmkeim letztlich auf die Keimlinge kam, ist nicht geklärt. Woher er stammt, dagegen schon. "Kolibakterien sind keine Gemüsebewohner. Sie bewohnen den Darm von Mensch und vielen Tieren", so Prof. Sievert Lorenzen. Es gelte als gesichert, dass die meisten, wenn nicht alle EHEC-Stämme im Zuge der intensiven Massentierhaltung entstanden sind, schreibt der Kieler Zoologe in einem Beitrag des PROVIEH Magazins 02-2011. Lorenzen geht davon aus, dass vor allem Rinder aus konventioneller Intensivtierhaltung das Reservoir für den gefährlichen Krankheitserreger sind.

Wiesenhof: Hygienemängel und Tier-Amputationen

02.05.2011: Egal ob Hühner misshandelt werden oder ob katastrophale hygienische Zustände in den Schlachtbetrieben herrschen – Wiesenhof ist regelmäßig in den Schlagzeilen. Der Wiesenhof-Betrieb in Möckern schlachtet täglich 130.000 Hähnchen. 60.000 Tiere werden zu Hähnchenteilen zerlegt und zu Tierkühlfleisch verarbeitet. Das sind 40 Millionen Hähnchen im Jahr. Das Fleisch, vor allem die Filets, werden vorwiegend nach England, Schweden und in die Schweiz exportiert.

Blauzungenkrankheit– mit der Resolution von Brüssel werden die Mitgliedsstaaten zur sofortigen Vorlage der Impfpläne aufgefordert

Neben den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland sind inzwischen auch Großbritannien und Dänemark vom BT-Virus vom Typus 8 betroffen. Allein bei uns wurde bislang in fast 16.000 Betrieben bzw. Tierbeständen das BTV-8 nachgewiesen, nur Brandenburg blieb vorerst verschont.

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Aus der Mücke einen Elefanten machen ...Blauzungenkrankheit in Deutschland

Nachdem im August erst in den Niederlanden nahe der deutschen Grenze und dann in der Region Aachen sowie im benachbarten Belgien die Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen festgestellt wurde, kannte die Ungläubigkeit der Seuchenexperten keine Grenzen mehr. Blauzungenkrankheit bei uns? Das gibt es doch gar nicht, und schon gar nicht bei Rindern! Das war der Stand der Kenntnis, bis nach Untersuchungen von Probenmaterial erkrankter Tiere durch die Referenzlabore die Diagnose bestätigt wurde.

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