Gefährdete Nutztierrassen

Das Sulmtaler Huhn

Die Sulm ist ein 80 km langer Fluss, der durch das nach ihm benannte Tal in der Steiermark in Österreich fließt. Das milde Klima der Steiermark war und ist nicht nur geeignet für den Anbau von Wein- und Getreide, sondern vor allem auch für Mais. Hier züchtete man schon vor 120 Jahren Altsteirer Hühner, und die wurden mit dem dort angebauten Mais gefüttert. Mit den Altsteirern ist die Geschichte der Sulmtaler Hühner eng verknüpft. Denn diese wurden schon um 1800 von Napoelon gern gegessen. Gegen Ende des 19.

Der Meißner-Widder - Eine seltene Schönheit in Silber

Kaninchen als landwirtschaftliche Nutztiere verfügen über viele Vorzüge. Die Kaninchenhaltung ermöglicht eine sehr kostengünstige teilweise Selbstversorgung der Züchter mit Fleisch. Kaninchenfleisch ist eiweißreich, fettarm und hat nur einen geringen Gehalt an Cholesterin und Purinkörpern. Es gilt als Diätfleisch und ist leicht verdaulich. Bezogen auf die Futterfläche erzeugen Kaninchen mehr Fleisch als andere landwirtschaftliche Nutztiere. Aufgrund ihrer Vermehrungsfreudigkeit und ihrer frühen Zuchtreife ist es möglich, einen zuchttauglichen Bestand innerhalb kürzester Zeit aufzubauen.

Die Leinegans

In Hannover an der Leine haben Gänse... schöne Beine.

Die brauchen sie auch, denn die Rasse ist eine ausgesprochene Weidegans. Sie wurde auch auf Flächen getrieben, die relativ weit vom Hof entfernt lagen. Ihre ausgeprägte Marschfähigkeit ließ lange Treibwege zu. Die Leinegans ist eine bodenständige Landgans, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in der Flussniederung der Leine zwischen Göttingen und Hannover hat. Hier wurde sie in bäuerlichen Zuchten "nebenher" gehalten.

Das Kärntner Brillenschaf

Das Brillenschaf, das auch als „Kärntner Brillenschaf“ oder „Karner“ bekannt ist, gehört zur Gruppe der alpinen Bergschafrassen und hat seinen züchterischen Ursprung in den Karnischen Alpen im heutigen Slowenien, wo es bereits um 1880 als „Seeländer Schaf“ beschrieben wurde. Es entstand durch Einkreuzung von Paduaner und Bergamaskerschafen in die dort beheimateten bodenständigen Landschafe um den Ort Seeland.

Das Schwäbisch-Hällische Schwein - Ein Star unter den Landschweinrassen

Die Nachkriegsphilosophie der deutschen und europäischen Agrarpolitik war es, die Menschen mit billigem Fleisch zu versorgen und den Landwirten ein gesichertes Einkommen zu verschaffen. Diese Politik förderte und fördert einseitig Masse statt Klasse und führt zu Schnäppchenpreisen für Schnitzel, Milch, Butter und Eier. Jahr für Jahr wurde Fleisch – relativ zum wachsenden Einkommen der Verbraucher – billiger. Die Gewinne landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetriebe in Deutschland gingen dagegen kontinuierlich zurück.

Die Appenzeller Ziege

Sie sind unglaublich lebendig, lebensfroh, mit alten Bräuchen verknüpft und wunderschön anzuschauen: Die Appenzeller Ziegen. Leider ist diese Hausziegenrasse aus dem Nordostschweizerischen Appenzellerland vom Aussterben bedroht. Ihre Zucht begann um 1902. Anfangs wurden diese Ziegen bis nach Norddeutschland exportiert. Ab 1920 ging der Export jedoch stark zurück, da die Ziegenhalter immer mehr die kurzfelligen Rassen bevorzugten.

Die Bronzeputen (Truthühner)


truthahn_bronze_m.guethe Die Puten sind unser größtes und schwerstes Hausgeflügel. Ein Hahn wiegt 10 bis 14 kg die Henne wiegt 6 bis 8 kg. Besondere Merkmale sind das Radschlagen des Hahns, sein lautes Kollern und dumpfe „Stoßlaute“ während der Balz. Dabei und bei Erregung wird der Fleischzapfen am Oberschnabel stark vergrößert. Der alte Hahn trägt an der Brust einen 10 bis 12 cm langen rosshaarähnlichen schwarzen Haarbüschel. Der Kopf ist unbefiedert mit abwechselnd blauer weißer und roter Haut.

Bentheimer Landschafe - gute Marschierer

Bis zu 90 Kilogramm bringt ein Bentheimer Landschafbock auf die Waage. Damit ist diese langbeinige Rasse das größte Moor- und Heideschaf.

Von einst 15.000 Zuchttieren ging der Bestand bis in die siebziger Jahre auf gerade mal noch 50 Tiere zurück. Heute hat sich ihre Anzahl mit mehr als 2.500 Tieren zwar deutlich erhöht, für einen dauerhaften Erhalt sind es jedoch immer noch viel zu wenige. Der Mindestbestand bei Schafen läge bei 7.500 Tieren.

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) stuft das Bentheimer Landschaf deshalb als „stark gefährdet“ ein und hat es zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2005“ gekürt.

Mangalitza – ein Schwein mit Locken

Foto: © Wolfgang Sievers-Kottek / Arche Warder

Das Mangalitza wird von Weitem gerne mal mit einem Schaf verwechselt. Das liegt an seinem dichten, lockigen Fell, das ihm den passenden Namen „Wollschwein“ einbrachte. Der Begriff „Mangalitza“ leitet sich aus dem serbokroatischen Wort „mangulica“ ab und bedeutet so viel wie „walzenförmig, leicht fett werdend".

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