EU-Agrarpolitik (GAP)

Ausverkauf von Land - Neue Plage in Afrika

15.03.2012: Afrika steht zum Ausverkauf an. Für 20 äthiopische Birr pro Jahr, umgerechnet 90 Cent, kann man einen Hektar fruchtbaren Landes in der westäthiopischen Region Gambela pachten. Internationale Unternehmen greifen dankbar zu – aber nicht, um Nahrungsmittel für die von chronischer Unterernährung geplagte Bevölkerung des ostafrikanischen Landes zu produzieren, sondern Mais, Zuckerrohr und Palmöl für den Export. Ein typisches Beispiel für Landgrabbing (wörtlich: Landgreifen).

Reform der europäischen Agrarpolitik - die Richtung stimmt, aber die Pläne greifen zu kurz

04.05.2012: Die Debatte um die künftige Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat an Fahrt aufgenommen, seit die EU-Kommission ihren Vorschlag am 12. Oktober 2011 offiziell vorstellte. Greifen soll die neue Agrarpolitik ab der nächsten siebenjährigen Finanzplanungsperiode (2014 - 2020). Während die ersten Entwürfe eine grüne Revolution der Agrarpolitik und mehr Verteilungsgerechtigkeit versprachen, bleibt der jetzt vorgelegte Entwurf hinter den Erwartungen weit zurück.

Die GAP bleibt ungerecht

Bauer hält Hof

Liebe Interessierte an einer neuen Agrarpolitik,

Höfesterben, Lebensmittelskandale, Welthunger, Spekulation mit Acker und Lebensmitteln, Überdüngung, Agrarindustrie, Gentechnik, patentierte Schweine und Monokultur auf den Feldern – ist das die Landwirtschaft, die wir unter anderem mit unseren Steuergeldern fördern wollen?

EU hat Transparenz-Probleme – zähes Ringen um Kennzeichnungen und Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik

Die meisten Menschen in der EU wollen keine tierischen Produkte, die von Klonen, Klonnachkommen oder unbetäubt geschlachteten Tieren stammen. Doch Kommission und Ministerrat der EU respektieren diesen Willen nicht und verhindern gesetzliche Verbote. Selbst eine Kennzeichnung dieser Produkte lehnen sie ab. Sie wollen Intransparenz, doch der Widerstand gegen die mangelnde Entscheidungsfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher wächst.

Die verheerenden Folgen der Fleischexporte aus Deutschland und der EU

18.05.2011: Fleischexporte aus der Europäischen Union (EU) behindern die Agrarentwicklung in den sogenannten Entwicklungsländern und bedrohen dort das Leben und die Gesundheit der Menschen. In seiner Lobby- und Förderarbeit setzt sich der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) seit seiner Gründung 1999 für die Beendigung dieser Fehlentwicklung ein. Er fördert weltweit zahlreiche Entwicklungsprojekte und -programme (ca.

Entscheider zerstritten, Bürgerbeteiligung gefragt Streit um EU-Agrarpolitik

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos muss bis Juni 2011 einen Gesetzesvorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2013 ausarbeiten. Seit seinem Amtsantritt Anfang 2010 bemüht er sich, Forderungen aus der Bevölkerung und von Nichtregierungsorganisationen wie PROVIEH  nach mehr Umwelt- und Tierschutz dabei zu berücksichtigen (siehe Heft 3/2010). Die Agrarindustrielobby und viele Mitgliedsländer, darunter die Bundesregierung, wettern dagegen. Es geht aber um die Glaubwürdigkeit und das Überleben der GAP, die einige inzwischen sogar für überflüssig halten.

Meine Landwirtschaft - Unsere Wahl

logo_web_rgbWenn man Sie fragen würde, wofür Sie Ihre Steuergelder in der EU-Agrarpolitik ausgeben wollen – was würden Sie antworten? Möchten Sie eine Agrarindustrie subventionieren, die scheinbar billig produziert, dabei jedoch sämtliche Folgen für die Tiere, das Klima und die Umwelt ignoriert? Oder möchten Sie Ihr Geld lieber für das Recht und das Wohl der Tiere einsetzen? Für eine artgemäße Haltung, eine ökologische Landwirtschaft und damit für gesunde und hochwertige Lebensmittel? 2011 entscheidet sich, wie die Landwirtschaft von morgen aussehen soll. Sie haben die Wahl – entscheiden Sie mit!

Podiumsdiskussion im Europäischen Parlament zum Thema nachhaltige Agrarpolitik

17.03.2009: Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in einem radikalen und systematischen Wandel der Agrarpolitik. Dies ist die Kernaussage des am 17. März 2009 im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Europäischen Parlament vorgestellten Weltagrarberichts des Weltagrarrates IAASTD (Assessement of Agriculture, Science, Technology and Development).

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