GVO in Futtermitteln

Globale Erklärung gegen die "Monsantosierung" von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln

26.03.2010: PROVIEH fordert einen Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmitteln startet heute globale Aktivitäten. Weit über 100 Organisationen aus vielen Teilen der Welt warnen gemeinsam vor den Gefahren einer zunehmenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Schlechte Nachricht: Noch mehr Genmais in der EU

03.12.2009: Die scheidende Europäische Kommission hat schnell noch den Import der transgenen Maissorte MIR604 von Syngenta genehmigt. Ende Oktober war bereits der Import von drei gentechnisch veränderten Maissorten in die EU genehmigt worden. Zwei dieser Sorten stammen von Monsanto, eine von Pioneer (wir berichteten). Nun wird mit der MIR604-Zulassung aus Sicht der USA die "letzte Lücke" geschlossen: Alle dort angebauten Maissorten dürfen nun in die EU eingeführt werden.

Wieder grünes Licht für neue Genmaissorten

06.11.2009: Die Kritik an der Missachtung der Meinung in der Öffentlichkeit wächst. Die EU-Kommission erteilte am 30. Oktober 2009 für drei neue transgene Maissorten (GVO) Importgenehmigungen. Die entsprechenden Anträge der Gentechnikkonzerne Monsanto und Pioneer waren trotz Kritik schon im Frühjahr 2009 von der EU-Lebensmittelaufsichtsbehörde EFSA abgesegnet worden (wir berichteten, s. S. 14-17).

Kampagne gegen den verantwortungslosen Umgang mit der Gentechnik in Deutschland und der EU – machen Sie mit!

22.10.2009: Es geht um viel mehr als nur die anstehende Importzulassung für drei weitere Genmaissorten; denn nach Feststellung eklatanter Sicherheitsmängel fordern die Umweltminister schon seit Dezember 2008 eine völlige Überarbeitung des EU-Zulassungssystems gentechnisch veränderten Organismen (GVO) – bisher ohne Resultat. Stattdessen legt die Agrarkommissarin munter weiter Zulassungsanträge zur Abstimmung vor, die aber noch nach dem alten, d. h. mangelhaften System durch die EFSA (EU-Lebensmittelaufsichtsbehörde) geprüft wurden.

Ilse Aigner stellt neues Siegel für gentechnikfreie Lebensmittel vor

17.08.09: Das von der Bundesregierung eingeführte neue Siegel ist freiwillig - ein richtiger erster Schritt, der aber zu kurz greift. Bisher müssen nur Lebensmittel mit GVO-Zutaten über 0,9 % als „Mit Gentechnik“ gekennzeichnet werden. Erzeugnisse von mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefütterten Tieren wie Eier, Milch und Fleisch brauchen dagegen kein Etikett.

Seiten