Milch

Ammenkuhhaltung – eine tiergerechte Variante zur mutterlosen Kälberaufzucht

15.12.2010: Die Milchviehwirtschaft ist durch das mehrfache Melken am Tag und die Kälbergeburten besonders arbeitsintensiv. Eine Kuh der modernen Hochleistungsmilchrassen gibt kurz nach der Kalbung so viel Milch, wie sie bequem für vier Kälber reichen würde. Diese Milchmenge nimmt in den Folgemonaten ab, so dass die Kuh schließlich trockengestellt und erneut künstlich besamt wird.

Umweltausschuss des Europaparlaments befürwortet Herkunftsbezeichnung bei Fleisch, Geflügel und Milchprodukte

Verbesserte Lebensmittelkennzeichnung in Sicht:
Der Umweltausschuss des Europaparlaments befürwortet Herkunftsbezeichnung bei Fleisch, Geflügel und Milchprodukten.

Die Ampelkennzeichnung fand dagegen keine Mehrheit.

Bereits im Jahr 2008 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren Vorschlag zur Lebensmittelkennzeichnung mit dem Ziel, dem Verbraucher nützliche und klar verständliche Informationen bereitzustellen. So soll ein informierter, bewusster Einkauf ermöglicht werden.

300 Mio. Euro für Milchfonds – Flickwerk statt Perspektive für europäische Milchbauern:

27.11.2009: Im Rahmen der Agrarratssitzung am 19. und 20. November 2009 wurden die vor einigen Wochen von der Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel vorgestellten Maßnahmen zur Bekämpfung der Milchmarktkrise abgesegnet. Zu den beschlossenen Schritten gehört nun auch ein Milchfonds in Höhe von 300 Millionen Euro, der für das Haushaltsjahr 2010 bereitgestellt wird. Mit dieser Politik bieten Rat und Kommission den Milchbauern weiterhin keine langfristige Perspektive, denn jeder von ihnen wird von den freigegebenen Mitteln weniger als 1.000 Euro erhalten.

Neue Hilfen für die Milchbauern!

20.10.2009: Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel stellte im Rahmen einer Pressekonferenz am 19. Oktober Hilfen in Höhe von 280 Millionen Euro in Aussicht und entsprach damit nahezu den Forderungen von 21 Mitgliedsstaaten. Diese hatten sich für die Einrichtung eines Milchfonds in Höhe von 300 Mio Euro ausgesprochen. Anlass der Pressekonferenz war die Sitzung des Agrarrates in Luxemburg am 19. und 20. Oktober.

Falsche Weichen in der Milchpolitik

24.07.2009: Die Probleme der Milchbauern haben lange Wurzeln. Seit Jahrzehnten werden Milchkühe auf immer mehr Milchleistung hin gezüchtet, doch die besten genetischen Anlagen reichen nicht aus, diese Leistung durch Weidehaltung zu erbringen. Zusätzlich brauchen diese Kühe viel Kraftfutter, und das ist teuer und trägt überdies zur Vernichtung riesiger Urwälder bei, weil Ackerfläche für den Anbau von Kraftfutterpflanzen gebraucht wird.

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Stoppt das Milchdumping: Exportsubventionen schaffen Armut

10.03.2009: Seit dem 23. Januar 2009 subventioniert die Europäische Kommission wieder den Export von Milchprodukten mit Steuergeldern. Dadurch können export­orientierte Molkereien und Lebens­mit­tel­konzerne ihre Produkte weltweit zu Dumpingpreisen anbieten, die deutlich unter den Produktionskosten in Europa und den Zielländern liegen.

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Subventionen für Milchprodukte

EU-Kommission auf Schlingerkurs

14.01.2009: 2008 war ein heisses Jahr für die Milchwirtschaft in Europa: Nachdem die Milcherzeuger 2007 durch steigende Nachfrage und Exporte - vor allem nach China - erstmals seit Jahren wieder Geld zu verdienen begannen, fielen die Erzeugerpreise 2008 nach einem kurzen Hoch erneut unter die Produktionskosten zurück. Denn die Nachfragesteigerung war nur kurzlebig, wie viele warnende Stimmen bereits frühzeitig prognostiziert hatten. Trotzdem beschloss der Rat auf Vorschlag der EU-Kommission im April 2008 eine Milchquotenerhöhung um 2 %. Wütender Protest vieler Milchbauern war die Folge,

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Greenpeace Umfrage

Deutsche wollen keine Gen-Milch!

01.09.2009: Deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher haben es durch ihre ablehnende Haltung bisher geschafft, direkt gentechnisch veränderte Lebensmittel aus den Supermarktregalen fern zu halten. Allerdings werden sie seit Jahren beschummelt, denn in der industriellen Landwirtschaft kommen große Mengen gentechnisch veränderter Futtermittel wie Gen-Mais und Gen-Soja in den Futtertrog der Nutztiere, die uns Fleisch und Milcherzeugnisse liefern. So wird seit Jahren Gentechnik durch die Hintertür in die Nahrungskette geschmuggelt, ohne dass es geeignete Risikoabschätzungen gegeben hätte:

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Milchquoten in der EU sollen bis 2015 steigen und dann ganz abgeschafft werden

Die mit der Ausarbeitung von Gesetzesvorschlägen im Agrarsektor betraute Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission berief kurzfristig eine Sondersitzung des "Beratenden Ausschusses für Milchwirtschaft" für den 11. Januar in Brüssel ein. Zugelassen waren nur geladene Vertreter gesamteuropäischer Verbände aus Erzeugerkreisen, dem Handel und der verarbeitenden Industrie, nicht aber die Verbraucherseite.

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