Klonen

EU hat Transparenz-Probleme – zähes Ringen um Kennzeichnungen und Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik

Die meisten Menschen in der EU wollen keine tierischen Produkte, die von Klonen, Klonnachkommen oder unbetäubt geschlachteten Tieren stammen. Doch Kommission und Ministerrat der EU respektieren diesen Willen nicht und verhindern gesetzliche Verbote. Selbst eine Kennzeichnung dieser Produkte lehnen sie ab. Sie wollen Intransparenz, doch der Widerstand gegen die mangelnde Entscheidungsfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher wächst.

Klonen heißt Leid vervielfachen

Wir lassen uns kein Klonfleisch unterjubeln!Die deutsche Bundesregierung verhinderte trotz Bedenken des Europäischen Ethikrates und massiver Proteste von Tierschutzorganisationen am 29.03.11 im Vermittlungsausschuss der EU ein umfassendes Verbot für das Klonen zur Nahrungsmittelerzeugung bzw. den Verkauf von Klonerzeugnissen. Der Handel mit Produkten aus Nachkommen im Ausland geklonter Nutztiere bleibt damit gegen den Willen einer großen Bevölkerungsmehrheit in der EU uneingeschränkt möglich. Damit wird indirekt das Klonen in Drittländern gefördert.

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Unverantwortlich: Deutschland unterstützt den Einsatz geklonter Tiere zur Nahrungsmittelproduktion

Ilse Aigner kündigte im Februar 2011 in Deutschland ein Tierschutzpaket für Nutztiere an. Gleichzeitig unterstützt Deutschland auf EU-Ebene die unbeschränkte Einfuhr von Klonnachkommen und ihren Erzeugnissen. Das würde den Verkauf unetikettierter Produkte, deren Ursprung in grausamen, tierquälerischen Klonprozessen liegt, in Deutschland und der EU Tür und Tor öffnen. Bis zum 29. März 2011 muss sich der Vermittlungsausschuss einigen, sonst platzt das Gesetzesvorhaben, mit dem ein umfassendes Klonverbot eingeführt werden könnte.[1]

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Kennzeichnungspflicht für Klonprodukte

klonfleisch_aktionteaser_ger14.03.2011: Die EU entscheidet bis Ende März 2011 über den Umgang mit Produkten geklonter Tiere und ihrer Nachfahren. foodwatch fordert eine Kennzeichnung von Klonfleisch und anderen mithilfe von Klontechniken erzeugten Lebensmitteln. PROHVIEH unterstützt diesen Aufruf sehr! Wir wollen keine Situation wie in den USA, wo solche Produkte ohne jeden Hinweis in den Handel kommen! Unterstützen Sie die E-Mail-Aktion von foodwatch und fordern Sie Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) auf, auf EU-Ebene für eine umfassende Kennzeichnungspflicht zu stimmen!

Europäisches Parlament spricht sich deutlich gegen das Klonen von Tieren aus

Das Europäische Parlament (EP) fasste am 3. September dieses Jahres den Beschluss, die Europäische Kommission aufzufordern, eine Gesetzesinitiative in Gang zu bringen, die das Klonen von Tieren in der Nahrungsmittelproduktion verbietet. Der Beschluss wurde mit der großen Mehrheit von 622 Fürstimmen angenommen, gegenüber je 25 Gegenstimmen und Enthaltungen.

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