Tierschutz muss weitergehen - trotz schwarz-gelb!

28.09.2009: Der Wahlsieg der konservativ-liberalen Koalition stellt Tier- und Umweltschützer vor große Herausforderungen.

Vor den Wahlen hatten Tier- und Umweltschutzvereine unter anderem die CDU, CSU und FDP bezüglich ihrer Positionen befragt (wir berichteten); ihre Antworten ließen keinerlei Zweifel an ihren geringen bis nicht vorhandenen Ambitionen, den Tierschutz zu stärken. Die Agrarpolitik der neuen Koalition wird wohl leider weiter auf Massenproduktion und Exportorientierung ausgerichtet bleiben.

Aber PROVIEH und die vielen anderen Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen in Deutschland werden sich dadurch weder entmutigen noch aufhalten lassen. Auch, wenn es unsere Arbeit erschwert, dass diesen Parteien bei ihren Entscheidungen vor allem unternehmerisch-ökonomische Aspekte statt Tierwohl, Nachhaltigkeit und eine saubere Umwelt wichtig sind: Unsere zielstrebige Arbeit in Deutschland und auf europäischer Ebene geht weiter. Dazu werden wir weiter verstärkt direkt durch Öffentlichkeitsarbeit auf die Wirtschaftsakteure selbst einwirken, damit sie die Verbesserung der Zustände in der Nutztierhaltung auch ohne gesetzliche Zwänge in Angriff nehmen.

Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit sein kann, sieht man z.B. an unseren Kampagnen zur Abschaffung der Ferkelkastration und zur Auslistung von Käfigeiern (Deutschland wird käfigfrei).

Für Kampagnenaktionen sind wir auch auf Ihre Unterstützung angewiesen – sei es durch aktive Teilnahme (wie Postkartenverteilungsaktionen, Standarbeit etc.) oder durch eine Spende.

Helfen Sie mit, damit wir gemeinsam bessere Lebensbedingungen für Nutztiere schaffen können!

Sabine Ohm, Europareferentin