Tiertransporte in Staaten außerhalb der EU: Wichtiges Signal bleibt ohne Wirkung

 

 

07.10.2015: Das Europäische Gericht hat am 23. April 2015 in einem Urteil entschieden, dass Tierschutzvorgaben bei Lebendtiertransporten nicht an den Grenzen der EU-Staaten enden. Nun müssen Transporteure beim Grenzübertritt von EU-Staaten in Drittländer nachweisen, dass Pausen, Entladestationen und die Versorgung der Tiere  bis zum Zielort gesichert ist.

Dies ist ein sehr wichtiges Signal von Seiten der EU, doch Optimismus ist hier leider fehl am Platz. Wie Transportprotokolle von Eyes on Animals, Animals Angels und Compassion in World Farming belegen, werden die geforderten europäischen Regulatorien außerhalb der EU weder eingehalten, noch sanktioniert.  Die Tier leiden tagelang unter Hitze, Enge, Hunger und Durst.  Auch Transportverletzungen und akute Erkrankungen werden nicht behandelt.  Immerhin gibt dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofes den Tierschutzorganisationen, die vor Ort Transporte begutachten, ein Werkzeug an die Hand. Sie können die Umsetzungen unserer europäischen Tierschutzstandards zukünftig einfordern.

Kein Tier darf solche Qualen aus Profitgier und Skrupellosigkeit erleiden!

PROVIEH  fordert daher ein Verbot von Lebendtier-Exporten in Staaten außerhalb der EU.

 

Ansprechpartner:

Angela Dinter,

Tel.: 0431. 24 82 8-19,

E-Mail: dinter@provieh.de

 

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