Zuviel Fleisch ist ungesund

Der tägliche Verzehr von über 150 Gramm rotem Fleisch (Rind, Schwein, Lamm oder Ziege) erhöht das Risiko, an Herzinfarkt oder Krebs zu sterben, um den Faktor 1,3 gegenüber Menschen, die deutlich weniger davon essen - weißes Fleisch verursache kein erhöhtes Risiko.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Amerikanische Langzeitstudie an 500.000 Personen. Als Gründe werden die höheren Eisengehalte und ein höherer Anteil gesättigter Fettsäuren in rotem Fleisch genannt oder ein möglicher Befall von Rindfleisch mit krebserregenden Viren.

In Maßen sei rotes Fleisch jedoch gesund, empfohlen werden bis zu 300 Gramm pro Woche. Unkritisch verweisen die Wissenschaftler jedoch auf die positive Wirkung von weißem Fleisch wie Pute, Hähnchen oder Fisch (weißes Kalbfleisch wird glücklicherweise nicht erwähnt).

Puten- und Hähnchenfleisch wird uns Verbrauchern immer wieder als gesundes Fleisch angepriesen. Auch die Gewinner der BSE Hysterie waren die industriellen Puten- und Hähnchenmäster, die mit ihren Intensivtierhaltungen in zunehmendem Maße Menschen, Tiere und Umwelt unverantwortlich belasten.

Das bekanntlich mit hohen Antibiotika-Gaben erzeugte Fleisch der in wenigen Wochen groß-gequälten Tiere wird mit dem Gefühl gekauft, etwas Gutes für die Gesundheit zu tun.

PROVIEH befürwortet die Empfehlung der amerikanischen Wissenschaftler, den Fleischkonsum drastisch einzuschränken und rät dazu, auf Fleisch aus artgemäßer Haltung umzusteigen. Puten- und Hähnchenfleisch aus industrieller Massentierhaltung ist dagegen keine Alternative.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3439768/Rotes-Fleisch-soll-Lebenserwartung-verkuerzen.html oder unter http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/221/462834/text/

26.03.2009 - Iris Weiland, Fachreferat Witzenhausen

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