STOPPT LEBENDTIEREXPORTE!

PROVIEH kämpft für den Stopp aller Lebendtierexporte

 

Kampagne: Stoppt Lebendtierexporte (#StopptLebendtierexporte)

Ziele der Kampagne: Stopp aller Lebendtierexporte in Drittstaaten außerhalb Europas. Statt lebender Tiere sollten Fleisch und Zuchtsperma exportiert werden. Die EU-Tiertransportverordnung muss überarbeitet und deren Bestimmungen ausnahmslos eingehalten werden. Durch strenge Kontrollen und eine konsequente Sanktion von Verstößen muss für eine flächendeckende Umsetzung gesorgt werden.

 

Millionen „Nutz“tiere unterwegs

Etwa 750 Millionen „Nutz“tiere werden jährlich in langen See- und Straßentransporten lebend quer durch Europa und um die ganze Welt verfrachtet, um im Bestimmungsland gemästet oder geschlachtet zu werden. Die meisten Tiere werden sogar mehrmals in ihrem Leben transportiert, da Geburt, Aufzucht, Mast und Schlachtung oftmals auf spezialisierten Betrieben stattfinden. So werden Küken in Kartons in die ganze Welt geschickt oder Ferkel vom Zucht- zum Mastbetrieb gefahren. Durch den gemeinsamen Markt der Europäischen Union gehen viele Transporte zudem über die Landesgrenzen hinaus. Nicht selten werden Schweine, Rinder, Pferde und Schafe nicht nur innerhalb der EU sondern sogar in Drittländer verkauft.

Allein aus Deutschland wurden im Jahr 2017 etwa 80.000 Rinder in Drittstaaten exportiert, Tendenz steigend! Und das oft grausamen Bedingungen. Zusätzlich zu den langen Transportwegen stellen die zum Teil sehr hohe Wartezeiten an den Grenzen ein großes Tierschutzproblem dar. So sind an der bulgarisch-türkischen Grenze sechs Stunden Wartezeit üblich, teilweise können die Wartezeiten jedoch auch bis zu mehreren Tagen betragen. Dies geschieht zudem oft bei extremer Hitze, in wenig oder gar nicht klimatisierten Fahrzeugen. Nicht einmal die Einhaltung der völlig unzureichenden, gesetzlichen Vorschriften kann dabei garantiert werden. Viele Tiere überleben die Strapazen nicht.

Die entsprechenden Verluste sind jedoch oft einkalkuliert, da es absurderweise wirtschaftlich günstiger ist, die toten Tiere in Kauf zu nehmen, als die Transportbedingungen zu verbessern. Weiterhin ist es oft billiger, lebende Tiere zu transportieren als Fleisch, welches nur gekühlt transportiert werden darf. Unsinnige Zollbestimmungen (der Zoll auf die Einfuhr von lebenden Tieren ist oft niedriger als auf die Einfuhr von Fleisch) verstärken diesen Effekt in einigen Ländern noch.
 

Was bisher geschah:

Seit Jahren kämpft PROVIEH für ein Ende der Tiertransporte in Drittstaaten außerhalb Europas. Angesichts wiederholt berichteter und dokumentierter eklatanter Tierschutzverstöße auf Transporten von lebenden Schlacht- und Zuchttieren in diese Drittländer sowie Schlachtpraktiken in diesen Zielländern besteht hier dringend Handlungsbedarf. Die meisten Tiere werden in den heißen Sommermonaten exportiert; tagelang, bei Temperaturen von über vierzig Grad. Auf ihrem Weg leiden sie unter Enge, Hunger, Durst und Angst. Die Transportzeit verlängert sich häufig durch Abfertigungsprobleme an den EU-Außengrenzen, erst recht während außergewöhnlicher Situationen wie zum Beispiel der Corona-Pandemie. Immer wieder sterben Tiere während des Transportes an den unsäglichen Strapazen. Hier wird eklatant gegen die Tierschutzstandards der EU verstoßen. Die Vorschriften werden bei Langstreckentransporten systematisch missachtet.

Erste Erfolge haben wir bereits erreicht. Der Europäische Gerichtshof hatte bereits im April 2015 entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss, auch wenn dieser außerhalb der EU-Grenzen liegt. Transporteure müssen beim Grenzübertritt von EU-Staaten in Drittländer nachweisen, dass Pausen, Entladestationen und Versorgung der Tiere bis zum Zielort gesichert sind. (Mehr dazu) Die Niederlande, aber auch einige deutsche Bundesländer und einzelne weitere Landkreise haben in den letzten Jahren den Export in bestimmte Regionen oder bei bestimmten Temperaturen eingeschränkt oder verboten. Es bleibt jedoch noch viel zu tun! Es braucht ein vollständiges Verbot von Lebendtierexporten, das unnötige Tierleid muss unbedingt gestoppt werden!
 

Aktuelles:
 

Oktober 2020: Bayern verschärft erneut Bedingungen für Lebendtierexporte

Mit einem weiteren Erlass verschärft das zuständige Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Bedingungen für Tiertransporte. Einer Pressemitteilung des Ministeriums zufolge waren Erkenntnisse des Ministeriums, wonach Tiere aus Bayern über osteuropäische Mitgliedsstaaten in bestimmte Drittländer exportiert worden, der Anlass hierzu. Mehr...


September 2020: Offener Brief anlässlich der AMK die Minister - Setzen Sie sich für ein bundes- und EU-weites Verbot von Lebendtierexporten in Drittländer ein

Auf der vom 23. bis 25. September 2020 in Weiskirchen stattfindenden Agrarministerkonferenz (AMK) steht unter TOP 20 das Thema Tiertransporte von Nutztieren in Drittländer auf der Tagesordnung. Deshalb hat sich PROVIEH vorab in Briefen an die zuständigen Agrarminister gewandt: "Setzen Sie sich bereits heute für eine bundeseinheitliche Regelung ein, die den Export lebender Tiere in Drittstaaten untersagt und wirken Sie auch auf EU-Ebene verstärkt auf eine einheitliche Lösung hin. Wir möchten Sie zudem bitten, sich bei Ländererlassen noch stärker miteinander abzustimmen und vor allem klare Verwaltungsvorschriften zu erlassen und stärkere Kontrollen durchzusetzen."  Mehr...

 

Foto: © Ledmark31/Adobe Stock

September 2020: Verwaltungsgericht Potsdam erlaubt Lebendtierexport nach Russland

02.09.2020: Das Verwaltungsgericht Potsdam hat den Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg dazu verpflichtet, einen Lebendtierexport von 330 tragenden Rindern nach Russland abzufertigen. Dies widerspricht klar dem Erlass der brandenburgischen Landesregierung.  

Wie fast alle Bundesländer hat auch Brandenburg einen Erlass zur Einschränkung von Lebendtierexporten herausgegeben. Nun hat ein Exporteur vor dem dortigen Verwaltungsgericht Potsdam auf Abfertigung eines solchen Transportes geklagt – und gewonnen. Das Veterinäramt in Teltow-Fläming muss das Fahrtenbuch nun stempeln und den Transport von 330 tragenden Rindern nach Russland damit freigeben. Konkret ging es bei dem juristischen Streit darum, ob das Veterinäramt nur die „Wirklichkeitsnähe“ der Angaben prüfen muss oder die „Wahrheit“ selbst. 

„Dies ist ein fatales Signal für alle Bestrebungen für mehr Tierschutz. Die europäische Gesetzgebung verkommt zu einem reinen Papiertiger, wenn statt den wirklichen Verhältnissen auf einem Tiertransport nur noch die Angaben auf dem Papier geprüft werden dürfen. Hier muss dringend nachgebessert werden!“, so Patrick Müller von PROVIEH e.V.   

Der Erlass aus Brandenburg hatte umfangreiche Nachweise über den Verbleib der Tiere gefordert, insbesondere zu den Versorgungsstationen. Nachgewiesen werden sollte, dass die benannten Versorgungsstationen bei Langstreckentransporten auch tatsächlich für den konkreten Transport reserviert wurden, eine EU-Zulassung besitzen und ähnliches. Die geforderten Nachweise sollten beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Prüfung eingereicht werden, da die Veterinärämter der Landkreise weder in der Lage noch befugt sind zu prüfen, ob Versorgungsstationen in Drittstaaten vorhanden sind und den EU-Anforderungen genügen - so der Erlass aus Brandenburg. Für solche Fragen der „Außenvertretung“ der Bundesrepublik ist die Bundesregierung, also Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zuständig. Nach Auffassung des Gerichtes jedoch reicht es, die Adresse der Versorgungsstation mitzuteilen, so das Verwaltungsgericht Potsdam. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, der Landkreis könnte Beschwerde dagegen einlegen. 

 


August 2020: Hitzewelle in Deutschland - PROVIEH fordert sofortigen Stopp der Tiertransporte

Aufgrund der aktuell extrem hohen Temperaturen von über 30 Grad vielerorts in Deutschland fordert PROVIEH ein sofortiges Aussetzen der Tiertransporte. Denn zusätzlich zu Angst, Enge, Hunger und Durst kommt für die Transporttiere momentan ein weiteres Leiden hinzu: Die extreme Hitze in den voll beladenen Fahrzeugen stellt eine enorme Belastung für die Tiere dar.
 
Berlin, 11.08.2020: Viele Millionen Tiere werden jährlich per Lastwagen transportiert, sowohl innerhalb Deutschlands als auch ins Ausland. Gerade im Sommer stellen Transporte von lebenden Tieren ein großes Tierschutzproblem dar. Der Wetterbericht sagt für die gesamte Woche fast überall in Deutschland Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius vorher - in vielen Drittländern sind die Temperaturen noch höher. Mehr...


August 2020: Erfolg: Bundesländer verbieten Lebendtierexporte!

Nach und nach verbieten (fast) alle deutschen Bundesländer per Erlass Lebendtierexporte in Drittstaaten außerhalb der EU. Den Anfang machten vor einiger Zeit die Länder Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen. In den letzten Wochen folgten viele weitere Bundesländer, unter ihnen mit Niedersachsen und Brandenburg einige der Hauptumschlagplätze für Lebendtiertransporte in Drittländer. PROVIEH begrüßt die Verbote ausdrücklich.

Seit langem kritisiert PROVIEH die Lebendtierexporte in Drittstaaten, auf denen teilweise sogar gegen europäische Gesetze verstoßen wird: Die Tiere werden dabei über den erlaubten Zeitraum hinaus transportiert und nur mangelhaft oder gar nicht versorgt, auch aufgrund fehlender Versorgungsstationen. Die Tiere leiden auf den tagelangen Transporten unter extremen Temperaturen, Enge, Hunger, Angst und Durst.

Bereits seit Jahren kämpft PROVIEH unter anderem auf politischer Ebene für Verbesserungen der Transportbedingungen. In Stellungnahmen und Briefen an verschiedene Abgeordnete und Institutionen drängten wir immer wieder auf einen Stopp der Transporte in Drittstaaten. Jetzt trägt unsere Arbeit Früchte: Endlich verbieten die Bundesländer Lebendtierexporte. Der Flickenteppich, der für völlig ungleiche Bedingungen bei der Abfertigung von Tiertransporten gesorgt hat, schließt sich. Damit werden zumindest vorübergehend die meisten der schlimmen Transporte verhindert. Nun sollte ein bundeseinheitliches Gesetz folgen! Mehr...


Juli 2020: NRW verbietet endlich Lebendtierexporte – bundesweites Verbot muss folgen!

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat diese einen Erlass veröffentlicht, mit dem Lebendtierexporte in Drittstaaten verboten werden. Auch lange Transporte nicht abgesetzter Kälber dürfen bis auf Weiteres nicht durchgeführt werden.

Berlin, 23.07.2020: In Deutschland haben bisher nur vier Bundesländer Erlasse herausgegeben, die tierschutzwidrige Transporte in Hochrisikostaaten verbieten: Hessen, Schleswig-Holstein, Bayern und jetzt neu auch Nordrhein-Westfalen, wo ab sofort alle Tiertransporte in Drittstaaten untersagt sind. Nach der umfangreichen Berichterstattung der letzten Tage und Wochen über die grausamen Bedingungen bei Lebendtierexporten und die mangelhaften Tierschutzstandards in den Zielländern hat die Landesregierung von NRW endlich konsequent reagiert. In dem Erlass sind klar „die fehlenden validen Informationen über Versorgungsstationen in Drittstaaten, fehlende Tränkmöglichkeiten auf Fahrzeugen für den Transport nicht abgesetzter Kälber sowie wiederholte mediale Berichterstattungen über massive Tierschutzverstöße beim Transport von Zuchtrindern in Drittstaaten" als Begründung genannt. Mehr...


Juli 2020: Offener Brief: Lebendtierexporte aus Brandenburg nach Russland und in andere Hochrisikoländer

PROVIEH begrüßt ausdrücklich den Erlass des Ministeriums gegen Langstreckentransporte. Große Sorge bereiten uns aktuell vorliegende Informationen, nach denen offensichtlich aus drei brandenburgischen Landkreisen weiter in Hochrisikostaaten exportiert wird.
Jedoch sind nicht nur die Lebendtierexporte nach und durch Russland problematisch. Besonders tierschutzrelevant sind alle Exporte von lebenden Schlacht- und Zuchttieren in Drittländer außerhalb Europas verbunden mit tierschutzwidrigen Schlachtpraktiken in deren Zielländern. Mehr...


Juli 2020: Gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf einer Änderung tierschutzrechtlicher Vorschriften

 

Zum zweiten Mal hat PROVIEH gemeinsam mit dem Bündnis für Tierschutzpolitik zur geplanten Änderung der Tierschutztransportverordnung Stellung genommen. Das Bündnis fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die Schutzbestimmungen für den Transport von Tieren deutlich zu verbessern. Einige Punkte der letzen Stellungnahme wurden zwar bereits in dem Entwurf übernommen, jedoch besteht weiterer Handlungsbedarf. Die Änderungsvorschläge zum überarbeiteten Referentenentwurf finden Sie im zweiten Teil der Stellungnahme im Abschnitt "Tiertransporte", ab Seite 4. 

 

Juni 2020: Europäisches Parlament setzt erstmals eigenen Untersuchungsausschuss zu Tiertransporten ein

Am 11.06.2020 hat das europäische Parlament beschlossen, einen Untersuchungsausschuss zum Thema Tiertransporte einzusetzen. Erstmals in der Geschichte der EU wird dieses starke Instrument genutzt, um durch das Parlament vermutete Missstände im Bereich des Tierschutzes aufzuklären.

Eigentlich sollte bereits jetzt offensichtlich sein, dass bei Tiertransporten regelmäßig gegen die EU-Tierschutztransportverordnung 1/2005 verstoßen wird. Zahlreiche Berichte zeigen, dass insbesondere Rinder oft weit über die zugelassenen Zeiten hinweg auf engstem Raum transportiert werden. Die Tiere leiden unter Durst, Hitze und Erschöpfung, weil die Wasserversorgung oft unzureichend ist und Regeln für Temperaturen und Ruhezeiten nicht eingehalten werden. Spätestens seit im letzten Jahr die hessische Tierschutzbeauftragte bei einer Recherchereise festgestellt hat, dass die vorgeschriebenen Versorgungsstationen (bei denen die Tiere auf ihrer langen Reise abgeladen und  versorgt werden müssen) in Russland entweder gar nicht vorhanden sind oder aber in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht nutzbar sind, sollten diese Missstände hinreichend bekannt sein. Auch ein Schreiben der russischen Behörden an das deutsche Bundeslandwirtschaftsministerium vom April 2020 bestätigt dies. Mehr...

 

Juni 2020: Internationaler Aktionstag gegen Tiertransporte am 14. Juni 2020

Am Sonntag, 14.06.2020, war der Internationale Tag gegen Tiertransporte. Unser Ziel war es - dieses Jahr komplett online - auf der ganzen Welt Aufmerksamkeit für das Thema Tiertransporte zu generieren: DAS ZIEL HABEN WIR GEMEINSAM ERREICHT! 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tausende haben beim Twitterstorm mitgemacht, sowie bei Facebook und Instagram gepostet, um Aufmerksamkeit für das Leiden der Tiere zu erreichen und um ihrem Unmut über die grausame und unnötige Praxis der Lebendtierexporte Ausdruck zu verleihen! STOPPT LEBENDTIEREXPORTE! #BanLiveExports

Der Aktionstag in Zahlen:

Wir hatten Teilnehmer aus 36 Ländern - wirklich ein globaler Erfolg für die Tiere!

Es haben 100 NGOs aus 36 Ländern bei der Aktion mitgemacht! 

Mehr 16.000 Menschen haben sich in die Facebook-Veranstaltungen eingetragen!

Die beiden Kampagnenvideos hatten zusammen  über 370.000 Ansichten!

Es gab mehr als 100.000(!) Tweets mit dem Hashtag #BanLiveExports, in 21 Sprachen und mit über 31 Millionen Ansichten dieser Tweets!

Einfach nur: WOW! Vielen Dank an alle Tierschützer*innen und alle Organisationen, die ihre Stimme für die Tiere erhoben haben und ein deutliches Signal an unsere Entscheidungsträger gesendet haben: Stoppt Lebendtierexporte!

 

Mai 2020: ERFOLG: Niederlande stoppen Lebendtierexporte nach Russland!

Die niederländische Regierung verbietet mit sofortiger Wirkung alle Tiertransporte nach und durch Russland, denn dort sind derzeit keine Versorgungsstationen zum Abladen der Tiere in Betrieb. PROVIEH fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, unverzüglich ein nationales Verbot der Tiertransporte nach und durch Russland auszusprechen, da das gesetzlich vorgeschriebene Abladen und Versorgen der Tiere nicht möglich ist. Mehr…


 

Mai 2020: Brief an die Agrarkommissare Wojciechowski und Kyriakides sowie die Präsidentin des EU-Agrarminsterrates Vučković

PROVIEH und andere Tierschutzorganisationen senden einen Brief an die Agrarkommissare Wojciechowski und Kyriakides sowie die Präsidentin des EU-Agrarministerrates Vučković in dem sie fordern, Tiertransporte nach Lybien und in andere Kriegsgebiete bis auf weiteres zu untersagen. 

Letter to President of Agri Council and Commission re Art 13 TFEU and live exports to Libya

 

 

 

April 2020: ERFOLG: Brandenburg stoppt Tiertransporte nach Russland!

Nachdem von der russischen Föderation schriftlich bestätigt wurde, dass es aktuell keine adäquaten Versorgungsstationen für Transporttiere im Land gibt, stoppt Brandenburg alle Tiertransporte nach Russland. PROVIEH lobt den längst überfälligen Schritt und fordert ein bundesweites Moratorium. Mehr…


 

März 2020: Anlässlich der Corona-Pandemie senden PROVIEH und weitere Tierschutzorganisationen einen offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner

Die Corona-Pandemie sorgt weltweit für einiges an Chaos. Insbesondere werden Grenzen geschlossen, Abfertigungen auch für Tiertransporte verlängern sich noch mehr. Das Leid der Tiere wird dadurch zum Teil dramatisch vergrößert. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen fordert PROVIEH Ministerin Klöckner auf dafür Sorge zu tragen, dass keine grenzüberschreitenden Tiertransporte mehr genehmigt werden. 

Gemeinsamer offener Brief - (Kein) Tierschutz in Zeiten weltweiter Corona-Krise

 

 

 

September 2019: PROVIEH fordert Brandenburg auf, Tiertransporte in Drittstaaten zu untersagen

Verschiedene Verbände fordern Brandenburgs Landwirtschaftsminister auf, eine Abfertigung von Zucht- und Schlachtrindern auf Routen nach Usbekistan, Kasachstan und Südost-Russland unverzüglich zu untersagen. Angesichts der aktuellen Berichte durch deutsche Amtsveterinärinnen und deren Dokumentation eklatanter Tierschutzverstöße bei Lebendtiertransporten auf den Routen kann es keine Genehmigung für Transporte in diese Regionen mehr geben. Mehr…

 

 

März 2019: gemeinsamer Brief an die niedersächsische Landwirtschaftsministerin: Beenden Sie Lebendtierexporte in Drittstaaten!

PROVIEH fordert in einem gemeinsamen offenen Brief mit neun weiteren Verbänden einen sofortigen Stopp der Schlacht- und Zuchttiertransporte in außereuropäische Drittstaaten. Dies muss auch für Transporte aus Niedersachsen gelten! Mehr...
 

Februar 2019: Artikel von PROVIEH zum Thema Tiertransporte im Kritischen Agrarbericht

In ihrem Text "Freie Fahrt für Tierleid - Über Langstreckentransporte und den Export von Nutztieren aus der EU" beleuchtet Fachreferentin Angela Dinter das leidige Thema der Tiertransporte in Drittländer. 
„Der kritische Agrarbericht“ wird seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben, einem Zusammenschluss von derzeit 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. „Der kritische Agrarbericht“ dokumentiert die ganze thematische Breite der agrapolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Schwerpunkt des Agrarberichts 2019 ist das Thema: „Landwirtschaft für Europa".

 

Februar 2019: EU-Parlament unternimmt ersten Schritt gegen qualvolle Tiertransporte

Das Europäische Parlament stimmte am 14.02. für eine Verbesserung der Bedingungen von Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU. Mitglieder des EU-Agrarausschusses forderten das Parlament in einem Bericht dazu auf, die Transportbedingungen für Tiere zu verbessern, Kontrollen zu verschärfen und Transporte in Drittstaaten außerhalb der EU zu unterbinden, wo Transporte zu EU-Bestimmungen nicht möglich sind. Den Mitgliedstaaten sollen härtere Sanktionen drohen, wenn sie sich nicht an geltendes EU-Recht halten. Zukünftig sollen Alternativen wie mobiles Schlachten und der Direktverkauf gefördert werden. Mehr…
 

Februar 2019: Dreifacher Rechtsverstoß bei Langstreckentransporten von Lebendtieren in Drittländer

Bundesregierung muss Verbot aussprechen! Tiertransporte in Drittländer verstoßen häufig gleich gegen drei deutsche Rechtsvorschriften zum Schutz von Nutztieren. Der erste Grundsatz des Tierschutzgesetzes besagt: „Keinem Tier darf ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden“. Durch die Duldung von bis zu drei Gesetzesmissachtungen bei Langstreckentiertransporten in Nicht-EU-Länder nimmt die Bundesregierung in Kauf, dass sich ihre Amtstierärzte strafbar machen. Die Kernaufgabe der Veterinäre ist der Schutz von Tieren. Mit der Ausstellung von Ausfuhrbescheinigungen in Drittländer, die eine der obigen Verordnungen missachten könnten, verstoßen sie gegen geltendes Recht und machen sie sich ungewollt mitschuldig. „Dieser Zustand ist untragbar und es müssen klare Regelungen her, um diese Missstände zu beenden“, sagt Frau Dr. Manuela Freitag, Leiterin des Fachdienst-, Veterinär- und Lebensmittelaufsicht in im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Mehr...
 

Januar 2019: ERFOLG: erste Veterinärämter verweigern Transportgenehmigungen

Einige Veterinärämter in Bayern stellen sich offen gegen Langstreckentransporte von Lebendtieren in Nicht-EU-Länder. Den Anfang machte das Veterinäramt Landshut, das diese Praktiken und Tierschutzverstöße nicht mehr mittragen möchte. Auslöser war der geplante Transport einer trächtigen Kuh, die rund 5.000 Kilometer weit nach Usbekistan transportiert werden sollte. Diesen Viehtransport stoppte das Veterinäramt Landshut. Das Veterinäramt will in Zukunft keinem dieser Transporte mehr zustimmen, es verweigert sein "Vorzeugnis". Kurz danach folgten zwei weitere bayerische Landkreise: Nach Landshut verweigern nun auch die Landräte von Passau und Freyung-Grafenau ihre Zustimmung.

Wir unterstützen die mutige Entscheidung der Veterinärämter und hoffen, dass noch viele weitere folgen! Hierzu haben wir einen offenen Brief an die Veterinärämter gesendet. Mehr…

Offener Brief an die Veterinärämter:

Sehr geehrte Leiter(innen), sehr geehrte Amtstierärzte(innen) der Veterinärämter,

wir von PROVIEH e.V. begrüßen Ihre mutige Haltung bei der Weigerung zur Abfertigung von Langstreckentiertransporte aus Deutschland in Nicht-EU-Länder und wünschen uns bundesweite Nachahmung und Unterstützung Ihrer Position durch andere betroffene Veterinärämter.

PROVIEH e.V. hat sich bereits im März 2018 gemeinsam mit acht anderen Tierschutz- und Fachverbänden, darunter drei tierärztliche Vereinigungen, für ein Ende der bilateralen Abkommen und ein Verbot von Lebendtierexporten in Drittländer ausgesprochen. In einem offenen Brief appellierten wir an die Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag, die Langstreckentransporte von Lebendtieren außerhalb Europas umgehend zu beenden.

Wir sind der Meinung, dass Langstreckentiertransporte generell nicht mit dem Deutschen Tierschutzgesetz vereinbar sind. Transportdauer, Platzmangel, Witterungseinflüsse und mangelhafte Versorgung der Tiere sind aus Tierschutzsicht inakzeptabel und lassen sich nachweislich nicht durch Verordnungen lösen. Einen besonders tierschutzwidrigen Aspekt stellt hierbei der häufig grausame Schlachtprozess in einigen Nicht-EU-Ländern dar.

Trotz unserer engagierten Intervention bleibt ein bundespolitisches Signal aus. Wir freuen uns daher umso mehr über Ihre Positionierung. Wir möchten Sie wissen lassen, dass wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung zur Weigerung der Abfertigung von Langstreckentiertransporten zur Seite stehen und Ihr Anliegen tatkräftig unterstützen.

Freundliche Grüße
PROVIEH e.V.   

 

 

September 2018: Chance vertan: Abstimmung im Landwirtschaftsausschuss fällt gegen mehr Tierschutz aus!

Nach den Anträgen von FDP und Bündnis90/den Grünen sowie dem Fachgespräch hat der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft über ein Moratorium für Tiertransporte in Drittstaaten abgestimmt. Mit der Mehrheit aus SPD und CDU wurde eine Verbesserung des Tierschutzes bei Lebendtierexporten jedoch abgelehnt. Ein trauriger Tag für den deutschen Tierschutz und eine weitere verpasste Chance! 

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft (10. Ausschuss)

 

 

Juni 2018: Fachgespräch zu Tiertransporten im Bundestag

Unter Beteiligung von Alexander Rabitsch fand das im Agrarausschuss vereinbarte Ausschuss-Fachgespräch im Bundestag statt. Der Experte welcher vierzehn Jahre lang in Österreich Tiertransportkontrollen durchgeführt hat, kritisierte mangelhafte Kontrollen, unzureichende Durchsetzung der Regeln und zu geringe Strafen. „Kein Transport ohne Mängel", fasste Rabitsch seine Erfahrungen zusammen. Langstreckentransporte außerhalb der EU bewertete Rabitsch als Tierquälerei. Die FDP dagegen revidiert ihren eigenen Antrag, kritisch werden nur noch Schlachttiertransporte, nicht mehr aber die Zuchttiertransporte gesehen. Mehr…

Den Kommentar von Jasmin Zöllmer dazu finden Sie hier.
 

Juni 2018: Anfrage der Grünen in Brandenburg bringt erschreckende Ergebnisse

Eine kleine Anfrage der Grünen in Brandenburg deckt erschreckende Zahlen auf: Je mehr Transporte kontrolliert werden, desto mehr Verstöße werden festgestellt. Besonders auffällig ist, dass sich die Anzahl der Verstöße hinsichtlich der Transportfähigkeit der Tiere in drei Jahren beinahe vervierfacht hat (2013: 53 Verstöße, 2016: 196 Verstöße). Die Anzahl der Verstöße hinsichtlich der Ladedichte hat sich im selben Zeitraum sogar versiebenfacht (2013: 33 Verstöße, 2016: 202 Verstöße). PROVIEH fordert deshalb, den Handel mit lebenden Zucht- und Schlachttieren mit Drittstaaten einzustellen. Mehr…
 

 

 

März 2018: (Teil-)ERFOLG: Agrarausschuss befasst sich mit Anträgen der Opposition zum Tierschutz – und vereinbart Ausschuss-Fachgespräch

Der Agrarausschuss hat sich heute mit Anträgen von Grünen und FDP zum Thema Tiertransporte befasst. Normalerweise werden Anträge der Opposition gnadenlos abgelehnt. Durch den hohen Druck von verschiedenen NGOs, unter anderem PROVIEH, konnten diese Anträge jedoch nicht einfach abgelehnt werden, sondern es wurde ein Ausschuss-Fachgespräch vereinbart. PROVIEH bleibt weiter dran! Mehr…
 

März 2018: Gemeinsamer Brief an die Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des deutschen Bundestages – endlich Verantwortung übernehmen!

Gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen hat PROVIEH einen Brief an alle Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft gesendet. Angesichts wiederholt berichteter und dokumentierter eklatanter Tierschutzverstöße auf Transporten von lebenden Schlacht- und Zuchttieren in Drittländer außerhalb Europas sowie Schlachtpraktiken in den Zielländern müssen die Abgeordneten endlich Verantwortung übernehmen – und Lebendtierexporte unverzüglich verbieten! Mehr…

 

Ansprechpartnerin

Jasmin Zöllmer
Leitung Hauptstadtreferat und Politik
Mobil: 0176 88471 854
Mail: zoellmer@provieh.de